Fernando Alonso erlebt eine schwierige fünfte Saison bei Ferrari

Formel 1 2014

— 03.07.2014

Alonsos Ferrari-Bekenntnis: Amore al dente

Fernando Alonso schiebt einen möglichen Teamwechsel auf die lange Bank und glaubt kaum noch an Siege 2014: Einnahmensicherung per Konstrukteurs-WM



Die Zeiten für Ferrari sind wie immer rot, aber eben auch alles andere als rosa: Der F14 T lahmt und um Chefpilot Fernando Alonso ranken sich seit geraumer Zeit Abschiedsgerüchte. Das kränkelnde Pferdchen kann der zweifache Weltmeister nicht so schnell zum Springen bringen, dafür aber Spekulationen um einen möglichen Teamwechsel ad acta legen - oder zumindest in die Warteschleife schicken. "Ich denke gar nicht so viel an die Zukunft, weil es im Moment Wichtigeres gibt", wiegelt Alonso im Vorfeld des Großbritannien-Grand-Prix am kommenden Wochenende ab.

Ein eindeutiges Bekenntnis zur Scuderia spart er sich trotz angeblichen Verlängerungsangebots, steht aber zu seinem noch zweieinhalb Jahre laufenden Kontrakt in Maranello. "Die Zukunft über 2016 hinaus genießt für mich keine Priorität. Das sehen wir, wenn die Zeit näher rückt", so Alonso. Der Spanier betont, wie relevant es für Ferrari ist, in der Konstrukteurs-WM bei der Musik zu bleiben und sich am Saisonende einen größeren Teil des Formel-1-Einnahmenkuchens zu sichern: "Wenn es darum geht, Zweiter, Sechster oder Siebter zu werden - die Abstände sind winzig."

Alonso unterstreicht: "Da gibt es einen Preis, der in wirtschaftlicher Hinsicht zu bezahlen ist." Deshalb stellt der 32-Jährige einen Drei-Punkte-Plan auf, der mit dem Kampf um die Teamwertung beginnt. "Wir müssen erstens Punkte holen", so Alonso. "Zweitens müssen wir speziell an Freitagen testen. Einige Teile für das nächstjährige Auto sind noch experimentell und wir müssen etwas über sie herausfinden. Drittens geht es darum, eng mit Maranello zusammenzuarbeiten." Er selbst fliegt an den Sonntagabenden nach den Rennen nach Italien und verbringt die Woche im Simulator.

Ausreden zählen nicht: "Es gibt keine Zeit, sich auszuruhen, sondern nur, um zu arbeiten", gibt sich Alonso kämpferisch und fordert: "Wir brauchen maximale Anstrengung, maximale Konzentration und maximales Teamwork." Schließlich blüht Ferrari im schlimmsten Fall, bis ins hintere Mittelfeld durchgereicht zu werden. Alonso erinnert an Spielberg: "In Österreich war leider nicht nur Williams ein großer Rivale. Wir waren in einer Gruppe mit McLaren, Force India und Toro Rosso." Alonso spricht auch noch von Red Bull, wenn er sagt: "Uns droht, dass sie alle die Nase vorne haben."

Der Asturier glaubt, dass Sebastian Vettel sowie Daniel Ricciardo ihre aerodynamischen Vorteile in Silverstone voll ausspielen und Felipe Massa sowie Valtteri Bottas nicht nur vom Streckenlayout in der Steiermark profitierten. Wie soll Ferrari also noch einen Grand Prix gewinnen? "Wenn ich ehrlich sein soll, dann würde ich 'Nein' sagen. Es ist nicht möglich, dieses Jahr zu gewinnen", räumt Alonso ein. "Aber schon 2011 dachte ich, dass es nicht möglich sei, zu siegen. Dann passierte es in Silverstone. Mit den Leistungen, die wir derzeit zeigen, wird es aber schwierig."

Fotoquelle: xpbimages.com

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