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Formel 1 2014

— 04.07.2014

Lotus bleibt im grauen Mittelfeld

Lotus erlebt einen schwierigen Auftakt des Grand-Prix-Wochenendes in Silverstone: Antriebsschaden bei Maldonado, Setupprobleme bei Grosjean



Lotus bleibt im grauen Mittelfeld der Formel 1. Das Team aus Enstone erwischte einen mäßigen Auftakt in das Grand-Prix-Wochenende in Silverstone. Pastor Maldonado und Romain Grosjean schlossen den Freitag auf den Rängen 14 und 15 ab. "Vor dem Start des Wochenendes war ich zuversichtlich, dass die Top 10 in Reichweite sein könnten. Am Morgen fühlte sich das Auto ganz gut kann, aber am Nachmittag kam nichts mehr", sagt der Franzose.

"Es war unser Standardticket für Platz 15 oder 16 am Freitag", so die Zusammenfassung des frustrierten Grosjean. "Heute Morgen war ich zufrieden. Da haben wir ein Setup probiert, das uns aerodynamisch etwas mehr Stabilität gibt. Das war ein Weg zurück zu einer Lösung, die wir früher im Jahr schon einmal hatten. Ich konnte am Nachmittag allerdings nicht wirklich konstant fahren. Wir müssen mal schauen, wie wir eine bessere Performance realisieren können."

"Bezüglich des Antriebs wird es etwas besser. Es fehlt uns aber immer noch etwas Power", meint Grosjean, der eine andere Schwachstelle in den Vordergrund stellt: "Unser Brake-by-Wire-System macht noch Probleme, denn es ist schwierig zu kontrollieren. Beim Bremsen und Zurückschalten ist es nicht ganz einfach, die Systeme passend zum Zusammenarbeiten zu bringen. Das ist manchmal nicht richtig synchronisiert."

Neues Benzin: Effekt nicht spürbar

Renault hat in den vergangenen Wochen an Verbesserungen des Antriebs gearbeitet. Gleichzeitig arbeitete Lotus-Partner Total an neuen Treibstoffen. "Wir sprechen da nicht über einen Gewinn von plötzlich 100 PS", misst Grosjean den Entwicklungen keine allzu große Bedeutung bei. "Wenn solch ein Antrieb 700 PS hat, dann spürt man einen Unterschied von 25 PS nicht wirklich. Der Topspeed auf den Geraden wird etwas höher, aber als Fahrer merkst du das nicht wirklich."

"Ich weiß überhaupt nicht, was es bringt. Ich denke, aber es ist nur ein kleiner Schritt. Ich kann es aber nicht sagen, weil die alte Antriebsversion auch noch das alte Benzin braucht", meint Teamkollege Pastor Maldonado, der am Morgen nach nur gut einer Runde ausrollte. "Wir hatten den Motor drin, der am Freitag in Spielberg im Auto war und dort schon Probleme gemacht hatte. Es kam also nicht unerwartet, obwohl der Antrieb noch recht neu war. Ich habe viel Leistung verloren. Dann sagte mir das Team, dass ich abstellen soll."

"Wir haben zum zweiten Training wieder einen alten Rennmotor eingebaut. Der ist zwar wirklich schon alt, aber der läuft wenigstens stabil", sagt der Venezolaner. "Natürlich kostet das etwas. Das hat man hier auf den Geraden schon gesehen. Ich war bei den Topspeeds jenseits von Gut und Böse. Wir müssen versuchen, das irgendwie zu kompensieren. In den Ecken fühlt sich das Auto ganz gut an, die Balance stimmt. Wir hatten hier sofort eine gute Basis."

"Tatsache ist aber, dass du fehlende Leistung nie wirklich kompensieren kannst. Wenn du mehr Leistung hast, kannst du mehr mit den Flügeln machen und bekommst dadurch ein besseres Gefühl für das Auto", meint Maldonado. "Unsere Situation ist gerade toll, aber wir müssen das Beste daraus machen. Ein paar Zehntel stecken bei mir schon noch drin. Wir sind nahe an den Top 10, aber dort liegen viele Teams eng beisammen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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