FIA-Präsident Jean Todt würde gerne mehr Eigenverantwortung der Teams sehen

Formel 1 2014

— 05.07.2014

Kosteneinsparungen: Todt nimmt Teams in die Pflicht

Jean Todt sieht die FIA nicht in der Hauptverantwortung, wenn es um steigende Kosten in der Formel 1 geht - Er fordert die Teams zu mehr Eigenverantwortung auf



Das Thema Kostenbremse ist in der Formel 1 mittlerweile bereits in alter Hut. Trotzdem kommen die Teams in dieser Hinsicht nicht auf einen gemeinsamen Nenner - auch deshalb, weil viele Teams kaum Kosten einsparen wollen. FIA-Präsident Jean Todt hat es daher nun satt, dass dem Weltverband in dieser Hinsicht ständig der Schwarze Peter zugeschoben wird.

"Die FIA ist nur ein Regulator", erklärt Todt gegenüber 'Motor Sport' und ergänzt: "Sie (die Teams; Anm. d. Red.) müssen auch selbst Verantwortung übernehmen. Warum sollte der Dachverband für die Teilnehmer verantwortlich sein? Einerseits bin ich glücklich darüber, dass ich so viel wie möglich koordinieren kann und immer den Dialog suche. Aber wenn die meisten das nicht wollen..."

Todt sieht hier also eindeutig die Teams in der Pflicht. Wenn diese sich nicht auf eine Kostendeckelung einigen können, dann wird es auch keine geben. Todt ergänzt: "Meiner Meinung nach ist es absurd, so viel Geld für 19 bis 20 Rennen und limitierte Tests mit zwei Autos auszugeben. Es überrascht mich, wie viel Fracht transportiert werden muss. Es erscheint völlig verrückt, aber die Teams scheinen glücklich damit zu sein."

Glücklich sind ganz sicher nicht alle damit. Doch gerade die reichen Teams werden wohl nicht dazu bereit sein, deutlich weniger Geld auszugeben als aktuell. Todt ist das jedoch egal, er hat keine Lust mehr, den Teams auf die Finger zu klopfen. Sein Fazit: "Wenn die Akteure mit der Situation zufrieden sind... Es ist schließlich ihr Geld."

Fotoquelle: xpbimages.com

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