Felipe Massa schleppte seinen wunden Boliden noch an die Box

Formel 1 2014

— 06.07.2014

Massa: Mehr Vorsicht hätte den Unfall vermieden

Felipe Massa ist davon überzeugt, dass der Unfall nicht passiert wäre, wenn Kimi Räikkönen mehr Vorsicht hätte walten lassen, doch so sind eben Rennfahrer...



Es war nicht das Rennen, was sich Felipe Massa zu seinem 200. Grand Prix vorgestellt hatte. Fünf Kurven kam der Brasilianer beim heutigen Rennen in Silverstone weit, bevor der heftige Unfall von Kimi Räikkönen dazwischenkam und auch das Rennen des Williams-Piloten beendete, der dem umherschleudernden Ferrari nicht mehr ausweichen konnte.

An der Schuld des Finnen, der einen schwerwiegenden Fehler beging, gibt es keinen Zweifel. Nach dem Verlassen der Strecke wurde der Ferrari-Pilot auf einer Bodenwelle ausgehoben, als er sich wieder einsortieren wollte. Dabei geriet der Bolide ins Schlingern, und Räikkönen verlor ihn außer Kontrolle. Felipe Massa ist davon überzeugt, dass der Unfall hätte vermieden werden können, wenn sein ehemaliger Teamkollege etwas vorsichtiger auf die Strecke zurückgefahren wäre.

"Kimi ist herausgefahren und wollte zurückkommen, ohne Positionen zu verlieren", analysiert der Brasilianer. "Er hatte Pech, dass er das Auto auf einer Bodenwelle verloren hat, aber das hat er gemacht, weil er keine Plätze verlieren wollte." Doch Massa hat Verständnis für das Verhalten Räikkönens, denn das würde jeder Rennfahrer machen: "Im Freien Training geht man vom Gas, aber im Rennen versucht man so schnell wie möglich zurückzukommen - und das hat er getan", so Massa, der keine Chance hatte, dem verunfallten Ex-Weltmeister auszuweichen.

"Als er die Wand getroffen hat, ist er einfach komplett in den Weg meines Autos gekommen. Ich wusste nicht, was ich tun sollte, also habe ich das Auto komplett nach rechts gelenkt. Das Auto ist seitlich ausgebrochen und ich habe ihn getroffen", beschreibt es der ehemalige Ferrari-Pilot aus seiner Sicht. "Ich freue mich, dass er okay ist. Ich habe gehört, es waren 47g. Das ist unglaublich, ich hatte 27g in Kanada."

Doch der Unfall war nicht das erste Problem Massas in diesem Rennen. Bereits am Start kam der Brasilianer sehr schlecht weg und musste dem Feld hinterherhecheln - weswegen er überhaupt erst in die Unfallszene verwickelt werden konnte. "Meine Kupplung hat nicht funktioniert", erklärt er. "Beim Stehenbleiben (an der Ampel; Anm. d. Red.) ist meine Kupplung sehr heiß geworden und hat nicht funktioniert."

Nach dem Rennabbruch versuchte der Williams-Pilot seinen angeschlagenen Boliden noch in die Box zu retten, doch nach einem Bruch der Antriebswelle gab es nichts mehr zu retten: "Es war einfach nicht genügend Zeit, ein Wechsel war nicht möglich. Das Rennen war gelaufen", seufzt Massa, der davon ausgeht, heute auf dem Podium hätte landen zu können. "Das Auto war heute echt eine Rakete. Das ist echt schade."

Fotoquelle: xpbimages.com

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