Helmut Marko und Christian Horner wollen wieder konkurrenzfähiger werden

Formel 1 2014

— 07.07.2014

Marko: "2015 wollen wir gleichauf mit Mercedes sein"

Helmut Marko spricht über die intensivere Zusammenarbeit mit Renault und will 2015 mit Mercedes auf Augenhöhe sein - Veränderungen auch bei Toro Rosso



Nach den erfolgreichen vergangenen Jahren erlebt Red Bull 2014 eine schwierige Zeit. Lediglich ein Abstaubersieg in Kanada war für das Team von Christian Horner drin, ansonsten sind die mächtigen Mercedes derzeit zu stark, was auch am nicht gerade konkurrenzfähigen Renault-Antrieb liegt. Zwar hat sich der französische Motorenhersteller seit den Wintertestfahrten gesteigert, dennoch fehlt nach vorne noch einiges.

Bei den morgen beginnenden Testfahrten in Silverstone will Renault ein neues Upgrade-Paket testen, das schon ab Deutschland zum Einsatz kommen soll. In den vergangenen Wochen war Red Bull intensiv in die Arbeit bei Motorenpartner Renault eingespannt, erste Erfolge können bereits festgestellt werden, doch das soll erst der Anfang gewesen sein: "Die Zusammenarbeit wird intensiviert und teilweise auf neue Basis gestellt", wird Motorsportberater Helmut Marko von 'Speedweek' zitiert.

Denn eingehende Analysen haben gezeigt, dass der Antriebsstrang von Renault "noch lange nicht ausgereift ist", weswegen sich Red Bull und Renault so schnell wie möglich an die Aufgabe machen werden, "Nachrüstungen in allen Bereichen innerhalb der Homologation vorzunehmen". Das bedeutet zum einen kurzfristige Maßnahmen, die noch in dieser Saison greifen werden, zum anderen natürlich auch langfristige Maßnahmen, die trotz Einfrierung des Reglements möglich sind.

Langfristig ist dabei allerdings ein dehnbarer Begriff, den Red Bull nicht zu sehr ausdehnen will: "Langfristig, das heißt während der Saison 2015, wollen wir gleichauf mit Mercedes sein. Parallel dazu läuft ein Programm, das die Standfestigkeit drastisch verbessern wird", erklärt Marko. Doch auch wenn man das Ziel auf die kommende Saison legt, betont der Österreicher, dass man 2014 nicht verloren gebe.

Erste Umstrukturierungen hat es bei Renault bereits gegeben. Jean-Michel Jalinier ist aus "persönlichen Gründen" an der Spitze von Renault Sport zurückgetreten, an seine Stelle tritt Ex-Caterham-Teamchef Cyril Abiteboul, was Marko sehr begrüßt: "Cyril ist ein Racer, und er lernte beim Renault-Kunden Caterham die Probleme mit dem Antriebsstrang genauso kennen wie wir. Er weiß also genau, was los ist."

Caterham ist Stand heute übrigens ab 2015 der einzige Renault-Kunde außerhalb des Red-Bull-Konzerns. Lotus wird sich in Richtung Mercedes verabschieden, worüber man bei Red Bull alles andere als traurig ist. Denn im Team betont man immer wieder, dass die Konzentration auf einen Rennstall von Vorteil sei, während Renault versuchte, es all seinen Kunden recht zu machen.

Der dritte Renault-Kunde bleibt natürlich Juniorteam Toro Rosso, denen auch größere Veränderungen ins Haus stehen werden. Die britische Seite um Technikchef James Key soll verstärkt werden, dazu soll extra Personal für die Qualitätskontrolle akquiriert werden, nachdem die Zuverlässigkeit zuletzt etwas gelitten hatte. Daniil Kwjat fiel zwischen Monaco und Österreich dreimal in Folge aus, Jean-Eric Vergne hat bereits fünf Ausfälle auf dem Konto.

"Teamchef Franz Tost ist schon auf der Suche", bestätigt Marko. "Dazu bekommt das Team in Faenza 2015 eine neue Fabrikhalle. Das Ziel, bestes Mittelfeldteam zu werden, hat Toro Rosso in der Qualifikation ja schon erreicht, wie das mehrmalige Vordringen beider Fahrer in die Top 10 beweist. Aber die Standfestigkeit der Autos im Rennen ist ein Problem, das es zu lösen gilt. Denn das Auto an sich sei "nicht schlecht", merkt der Österreicher an. "In Spielberg war es schneller als jenes von Red Bull."

Fotoquelle: GEPA/Red Bull

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