Die FIA hat sich die Aufhängungen ganz genau angeschaut

Formel 1 2014

— 08.07.2014

Schon in Hockenheim: FRIC-Aufhängung bald illegal?

Die FIA zweifelt an der Legalität der FRIC-Aufhängung und will das System schon in Hockenheim verbieten, außer alle Teams einigen sich auf eine Verschiebung bis 2015



Mercedes könnte schon beim Heimspiel in Hockenheim einer seiner Stärken beraubt werden. Wie 'Autosport' berichtet, so steht das Aufhängungssystem FRIC (Front-and-Rear-Interconnected; Anm. d. Red.) auf der Abschussliste und könnte schon beim Rennen am übernächsten Wochenende für illegal erklärt werden. Eine entsprechende Meldung sei von FIA-Direktor Charlie Whiting bereits heute an alle Teams herausgegangen.

"Da wir nun fast alle Designs des Aufhängungssystems gesehen und studiert haben, sind wir, die FIA, offiziell der Ansicht, dass die Legalität all dieser Systeme in Frage gestellt werden kann", so die Mitteilung von Whiting. Laut ihm stelle die Aufhängung einen Bruch von Artikel 3.15 des Technischen Reglements dar, in dem es um bewegliche aerodynamische Hilfsmittel geht.

Das FRIC-System soll über Hydraulikleitungen eine Verbindung zwischen den vier einzelnen Radaufhängungen herstellen und so die Fahrzeughöhe regulieren, wodurch die aerodynamische Effizienz der Fahrzeuge verbessert wird. Lotus (damals Renault) hat das System 2008 als erstes Team eingeführt, mittlerweile soll allerdings Mercedes die komplexeste Variante davon besitzen.

Da die Zeit bis zum nächsten Rennen in Hockenheim allerdings sehr knapp bemessen ist und die 2014er Designs der Autos um dieses System herum entworfen worden sind, kann sich die FIA auch eine Verschiebung des FRIC-Verbotes zur Saison 2015 vorstellen. Voraussetzung dafür ist, dass alle Teams einer Verschiebung des Verbotes zustimmen, eine entsprechende Anfrage sei bereits an alle Rennställe herausgegangen.

Sollte sich ein Team dagegen sperren, weil sein System nicht so gut funktioniert, oder weil man keines besitzt, dann riskiert jedes Team, das in Hockenheim mit FRIC fährt, den Stewards gemeldet zu werden. Das könnte wiederrum die Tür für Proteste öffnen, um die Ausschließung eines Rivalen aus den Ergebnislisten zu bewirken.

Fotoquelle: xpbimages.com

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