Sebastian Vettel würde gern den Fans in Hockenheim einen Sieg präsentieren...

Formel 1 2014

— 11.07.2014

Vettel in Hockenheim: Den Fans "etwas zurückgeben"

WM-Titelverteidiger Sebastian Vettel und das Red-Bull-Team wollen in Hockenheim glänzen, doch was ist drin im Kampf gegen die dominierenden Silberpfeile?



Gewonnen hat Sebastian Vettel im Motodrom von Hockenheim noch nie. Zumindest nicht in der Formel 1. Und die Chancen stehen nicht besonders gut, dass der WM-Titelverteidiger diese Bilanz mit einem Heimsieg am Hockenheimring zu seinen Gunsten aufwerten kann. Denn zu groß ist der Abstand von Red Bull auf die dominierenden Silberpfeile von Mercedes, die erneut als Favoriten antreten.

Und nicht etwa Vettel ist in der WM-Gesamtwertung der beste Mercedes-Verfolger, sondern just sein Teamkollege Daniel Ricciardo, mit 98 Punkten aktueller Drittplatzierter hinter Nico Rosberg (165) und Lewis Hamilton (161). Vettel (70) folgt noch hinter Fernando Alonso (Ferrari/87) und Valtteri Bottas (Williams/73) auf Position sechs, stand 2014 sogar erst zweimal auf dem Treppchen - jeweils als Dritter.

Etwas mehr dürfte es beim Heimspiel in Hockenheim schon sein, meint Vettel. "Wir erfahren dort sehr viel Unterstützung. Schon beim Training merkst du, dass die Fans nur da sind, um dich anzufeuern. Sie halten zu dir, was auch immer passiert. Natürlich willst du ihnen daher auch etwas zurückgeben. Doch manchmal liegt das nicht in deinen Händen", sagt Vettel mit Blick auf das Kräfteverhältnis.

Vettel will den Fans etwas bieten

Und das spricht eine deutliche Sprache: Red Bull ist derzeit maximal zweite Kraft in der Formel 1. Das unterstreicht auch die Konstrukteurswertung, wo das österreichisch-britische Team mit 168 Punkten den zweiten Platz belegt - hinter Mercedes, die bisher fast doppelt so viele Zähler eingefahren haben. Immerhin: Red Bulls Polster auf Ferrari (106) und Williams (103) ist ordentlich groß. Mehr aber auch nicht.

Dennoch zeigt sich Vettel kämpferisch und kündigt an: "Wir werden am Wochenende attackieren und versuchen, alles für unsere Fans zu erreichen." Die Atmosphäre vor Ort werde ihm dabei helfen, meint der Deutsche. "Schon am Morgen sind die Tribünen gut gefüllt. Und aus dem Auto heraus siehst du immer viele deutscher Fahnen auf den Rängen. Es sind diese kleinen Dinge, die mir an Hockenheim gefallen."

Dabei ist das umgebaute Hockenheim keine einzigartige Strecke mehr, wie Ricciardo erklärt. "Da ist alles drin. Der Fahrer wird aber nicht besonders gefordert. Allerdings", so der Australier, "musst du in der schnellen Kurve eins durchaus Mut haben. Gleiches gilt für den Rechtsknick vor dem Motodrom. Du brauchst im Prinzip hauptsächlich Vertrauen in dein Auto, um diese Passagen gut zu meistern."

Schon vier Ausfälle für Red Bull

"Außerdem solltest du in der heftigen Bremszone vor der Haarnadel-Kurve eine gute Bremsstabilität haben. Alles in allem ist es ein Balanceakt", sagt Red-Bull-Fahrer Ricciardo. "Im Motodrom würdest du gern möglichst viel Abtrieb haben, auf der langen Gerade aber nicht zu viel Luftwiderstand." Und vor allem wünscht sich der Rennstall um Christian Horner endlich eine fehlerfrei funktionierende Technik.

Schon vier Ausfälle musste Red Bull in dieser Saison hinnehmen - genau so viele wie im gesamten Jahr 2013. Und Vettel sah gleich dreimal nicht die Zielflagge, was auch mit dem "schwächeren Antrieb" zusammenhängt, wie es Teamberater Helmut Marko ausdrückt. Ein Nachteil, der sich auch in Hockenheim bemerkbar machen könnte. Dort ist, zumindest auf der langen Geraden, viel Power gefragt.

Fotoquelle: xpbimages.com

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