Red Bull und Mercedes gelten in Hinblick auf die vernetzten Fahrwerke als Experten

Formel 1 2014

— 15.07.2014

FRIC: Wie die Teams eine Klarstellung erwirken könnten

Die FIA schließt in Hockenheim Proteste gegen die vernetzten Fahrwerke nicht aus - Wer als Unruhestifter im Verdacht steht und wie die Situation geklärt werden könnte



Das Verbot des vernetzten Fahrwerks, auch unter dem Namen FRIC (Front and Rear Interconnected) bekannt, sorgt in der Formel 1 für Diskussionen. FIA-Rennleiter Charlie Whiting hatte die Teams informiert, dass das System ab dem Grand Prix von Deutschland am kommenden Wochenende als illegal erklärt werden könnte, da es als bewegliches aerodynamisches Hilfsmittel gilt. Er schlug aber vor, dass alle Teams ein Abkommen unterzeichnen könnten, in dem sie sich darauf verständigen, auf einen Protest gegen derartige Systeme bis Saisonende zu verzichten und damit die unklare Situation zu bereinigen.

Wie so oft konnten sich die Teams aber nicht auf ein derartiges Abkommen einigen: Während Red Bull, Mercedes, Ferrari, McLaren, Williams und Lotus - also die Teams der Strategiegruppe - bereits eingewilligt hatten, gab es aus den Reihen der kleineren Teams keine verbindlichen Zusagen. Damit ist zumindest geklärt, dass nicht - wie bereits gemunkelt - Ferrari Auslöser der Debatte ist und bei der FIA mit einem Protest gedroht hat.

Hintergrund dieser Theorie war die Annahme, dass Mercedes und Red Bull bei der Entwicklung des via Hydraulikleitungen vernetzten Fahrwerks am weitesten sind und die Scuderia somit zumindest einen Wettbewerbsnachteil beseitigen könnte. Nun sieht es aber so aus, als würde Caterham hinter den Protestdrohungen stecken.

Doch wie gehen die Teams nun mit der unberechenbaren Situation um? McLaren hat bereits angekündigt, gänzlich auf FRIC verzichten zu wollen, auch aus den Reihen von Mercedes und Red Bull gibt es ähnliche Ankündigungen. Die FIA währenddessen in Hockenheim nicht aktiv gegen die Systeme vorgehen - das heißt, man würde es nicht an die Rennkommissare melden, wenn ein Team FRIC einsetzt.

Somit könnte nur ein möglicher Protest gegen ein Auto bei der Technischen Abnahme am Donnerstag für ein Verbot sorgen. Ein ungeschriebenes Gesetz unter den Teams besagt nämlich, dass bei solch grundsätzlichen Fragen nicht während des Wochenendes protestiert wird, da sonst der sportliche Wert in Mitleidenschaft gezogen werden könnte.

Die Teams könnten eine Reglementklarstellung auch aktiv herausfordern, indem sie das System bewusst im Auto lassen und abwarten, was sich bei der Technischen Abnahme ereignet. Sollte es einen Protest geben und ein Auto für illegal erklärt werden, könnte man FRIC immer noch über Nacht ausbauen und am Freitag mit der altmodischen Aufhängungsvariante antreten. Sollte das System aber bei so einem Szenario für legal erklärt werden, würde das allen Teams die Möglichkeit geben, FRIC wieder einzusetzen.

Fotoquelle: xpbimages.com

Weitere Formel 1 Themen

News

Rosberg-Rücktritt & Co.: Der Freitag in der Chronologie

News

Nico Rosberg: Die schönsten Jubelfotos

News

Formel-1-Live-Ticker: Droht Hamilton eine Suspendierung?

News

Formel-1-Live-Ticker: Der Sonntag in der Chronologie

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.