Helmut Marko legt Schützling Daniel Ricciardo nahe, in Kunst zu investieren

Formel 1 2014

— 16.07.2014

Markos wichtigster Rat an Ricciardo: "Investiere in Kunst!"

Warum Helmut Marko Daniel Ricciardo geraten hat, Kunstsammler zu werden, und wie der Red-Bull-Motorsportkonsulent über die Formel 1 seine Liebe zur Kunst fand



Red Bulls Motorsportkonsulent und Nachwuchsbeauftragter Helmut Marko ist bei einigen seiner Junioren für seine hohen Ansprüche gefürchtet. Umso überraschender ist die Antwort seines Schützlings Daniel Ricciardo auf die Frage, was der wichtigste Rat gewesen sei, den ihm der Österreicher in seiner Karriere gegeben hatte.

"Helmut Marko hat mir geraten, in Kunst zu investieren, wenn ich irgendwann mal reich werden will", grinst der Australier gegenüber der 'SportWoche'. Den Rat habe er aber bislang nicht befolgt: "Noch nicht. Ich kenne mich ja gar nicht aus. Aber vielleicht eines Tages..."

Marko weiß jedenfalls, wovon er spricht. Der Motorsport-Manager und Hotelier hat eine versteckte Leidenschaft, ist seit den 1970er-Jahren Kunstsammler und kann mittlerweile über 800 Bilder und Skulpturen sein eigen nennen. Wer schon einmal in einem seiner Hotels in Graz war, der hat einige der Schätze bereits gesehen. Marko ist ein absoluter Kenner, sein Schwerpunkt liegt auf zeitgenössischer österreichischer Kunst - Werke von Hermann Nitsch, Maria Lassnig oder Franz West finden sich in seiner Sammlung.

Marko besitzt über 800 Kunstwerke

Doch was war der Hintergrund seines Rates an Ricciardo? "Die Fahrer verdienen ja für ihr Alter teilweise sehr viel", erklärt Marko der 'SportWoche' mit einem Schmunzeln im Gesicht. "Und dann spricht man halt darüber, wie man Geld anlegt. Und dadurch, dass ich hin und wieder bei Rennen auch mit Bildern daherkomme, interessieren sie sich. Nicht nur der Ricciardo."

Andere Marko-Schützlinge haben bereits in Kunst investiert, erzählt er, Namen will er aber keine nennen. Ob Kunst als reine Geldanlage eine gute Wahl ist? Der 71-Jährige, der als große österreichische Nachwuchshoffnung 1972 die 24 Stunden von Le Mans gewann, schüttelt den Kopf: "Zur Kunst musst du eine Beziehung haben, das muss dir gefallen - rein als Geldanlage ist das sonst schwierig. Aber beim heutigen Zinsniveau?"

Über die Formel 1 zur Kunst

Dabei war er in seiner Jugend gar nicht kunstaffin. Wodurch der Funke übergesprungen ist? "In meiner Rennfahrerzeit waren bei den Grands Prix immer viele Künstler, zum Beispiel der Hans Staudacher, ein Österreicher, oder der Frank Stella, Jean Tinguely ...", erinnert er sich an seine Formel-1-Zeit Anfang der 1970er-Jahre, die durch einen unglücklichen Unfall in Clermont-Ferrand ein abruptes Ende nahm.

Marko genoss damals die Gesellschaft der Künstler: "Das waren ja lustige Kerle, und da ist man zusammengesessen und hat am Abend noch kräftig gefeiert. Da waren die Künstler natürlich die, die am längsten geblieben sind, und da war ich ein paar Mal dabei. Da wurde mein Interesse geweckt."

Einen Lieblingskünstler hat er in seiner bereits rund 40 Jahre andauernden Auseinandersetzung mit Kunst nicht gefunden: "Das ist von der Stimmung abhängig."

Fotoquelle: xpbimages.com

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