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Formel 1 2014

— 18.07.2014

Red Bull: So nahe oder doch so fern?

Die Performance von Red Bull lässt sich nach dem Freitag in Hockenheim kaum einschätzen: Daniel Ricciardo nahe an der Spitze, Sebastian Vettel nicht



Red Bull will sich beim wichtigen Heimspiel von Sebastian Vettel weit vorn präsentieren. Wenn man die bislang übermächtigen Mercedes schon nicht schlagen kann, so möchte man zumindest vor Ferrari und Williams die Rolle des schnellsten Verfolgers einnehmen. Ist dies zu schaffen? Nimmt man den guten dritten Rang von Daniel Ricciardo vom Freitag, dann erscheint dies möglich, blickt man allerdings auf Rang acht für Vettel, dann erscheint dies unwahrscheinlich.

"Im Gegensatz zu anderen Freitagen steckt nicht noch eine weitere halbe Sekunde im Auto. Wir haben schon heute so ziemlich alles gezeigt", meint Ricciardo, der als Dritter nur 0,102 Sekunden Rückstand auf die Tagesbestzeit von Lewis Hamilton (Mercedes) hatte. "Vielleicht entwickelt sich die Strecke noch etwas weiter und hilft uns. Hoffentlich hat auch Mercedes schon alles ausgepackt und wir können mitkämpfen. Meistens brummen die uns aber aus dem Nichts eine halbe Sekunde auf", sagt der Australier.

Die Abstände an der Spitze fielen am Freitag bei hochsommerlichen Bedingungen und Asphalttemperaturen von knapp 60 Grad in Hockenheim vergleichsweise gering aus. Ist dies eine Folge des Abschieds vom vernetzten Fahrwerk (FRIC), das seit diesem Wochenende nicht mehr zum Einsatz kommt und womöglich am Mercedes die größten Auswirkungen hatte? "Das macht kaum etwas aus", so Ricciardo. "Es ist höchstens so, dass man Bodenwellen und Randsteine etwas mehr spürt. Bezüglich der Balance verändert sich jedoch kaum etwas."

Vettel und der Spritspar-Wahn im Auto

"Für uns macht es keinen allzu großen Unterschied. Wenn es uns den anderen näher bringt, dann umso besser", meint Vettel, der als Achter am Freitag 0,907 Sekunden Rückstand hatte. Ihm fehlten satte acht Zehntelsekunden auf den australischen Teamkollegen. "Es war ein ziemlich schwieriges Training, alle haben sich mit den Reifen schwergetan. Vor allem zum Ende eines Versuchs rutscht man sehr viel", so der viermalige Champion. "Es war sehr warm, morgen wird es noch heißer."

"Wichtig ist es, das Auto morgen für die eine schnelle Runde hinzubekommen", sagt Vettel vor seinem Heimspiel. "Ich war knapp eine Sekunde weg. Auf den frischen Reifen kam bei mir nicht so die Rundenzeit zustande. Auf den Longruns war es etwas besser. Ich glaube, dass wir morgen noch etwas zulegen müssen. Ich bin sicher, dass es Samstag und Sonntag besser laufen wird", sagt der Heppenheimer, der sein Team als Nummer zwei in der Hackordnung vermutet.

"Es könnte sein, dass wir etwas näher dran sind als zuvor. Es wird aber bestimmt zwischen uns, Ferrari und Williams sehr eng zugehen", so Vettel. Das Heimspiel - nur rund 40 Kilometer von Heppenheim entfernt - soll endlich zum Glanzlicht werden. "Hockenheim steht noch auf meiner Liste mit Rennen, die ich gewinnen möchte. Vielleicht regnet es am Sonntag, dann schauen wir mal. Bei trockenen Bedingungen dürfte es hingegen schwierig werden, die Mercedes zu packen." Vettel hatte am Freitag im zweiten Freien Training einige ungewöhnliche Probleme.

Genervt beklagte sich der Weltmeister mehrfach per Funk beim Team über die Spritspar-Aufforderungen. "Wir hatten da bei uns in der Software eine Ente drin, also etwas, was nicht ganz gestimmt hat", weiß der Deutsche zu berichten. "Man hat im Auto eine Anzeige, die signalisiert, wie es idealerweise laufen sollte, um die gewünschte Menge Sprit zu sparen. Ich glaube, da war etwas nicht richtig. Ich habe teilweise schon mitten auf der Geraden den Fuß vom Gas nehmen müssen. Das kann nicht Sinn der Sache sein. Wenn wir so viel Sprit sparen müssen, dann können wir auch gleich an der Box stehen bleiben."

Fotoquelle: xpbimages.com

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