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Formel 1 2014

— 18.07.2014

Pirelli: Bis zu vier Stopps oder Regenchaos?

Bei Rekordhitze waren die Pirelli-Reifen am Freitag am absoluten Limit, doch das Wetter könnte den Teams ein unberechenbares Wochenende bescheren



Hitzerekord in der Formel-1-Saison 2014: Die Asphalttemperatur schnellte am ersten Trainingstag in Hockenheim auf 57 Grad Celsius nach oben. Kein Wunder, dass die Reifen dadurch am absoluten Limit waren, zumal Pirelli die weichsten Mischungen im Sortiment - und zwar "Soft" und "Supersoft" - zum Grand Prix von Deutschland gebracht hat.

"Es ist bei diesen Temperaturen schon eine Herausforderung, die Reifen richtig zu managen", klagt Nico Hülkenberg. "Es ist nicht so einfach, vor allem die Hinterreifen am Leben zu halten." Und Jenson Button, der bereits oft bewiesen hat, dass er den vorsichtigen Umgang mit dem schwarzen Gold der Formel 1 besonders gut beherrscht, hatte ebenfalls seine Probleme: "Es ist so schwierig, die Reifen bei diesen Temperaturen zu managen - vor allem, den Supersoft-Reifen zum Arbeiten zu bekommen, ohne ihn zu überhitzen."

Und Lewis Hamilton spricht angesichts der hohen Temperaturen bereits vom "vielleicht schwierigsten Rennen" des Jahres, das am Sonntag bevorsteht. Was die Piloten am Freitag auf dem Hockenheimring - ein Kurs, der in Hinblick auf die Traktion und das Bremsen anspruchsvoll ist - erlebt haben, ist aber möglicherweise kein Gradmesser für das gesamte Wochenende. Die Wetterfrösche rechnen nicht damit, dass das Wetter stabil bleibt - zumindest am Sonntag sollte es deutlich kühler werden, sogar Gewitter sind möglich.

Hülkenberg hält vier Stopps für möglich

Das zwingt die Teams dazu, flexibel zu sein. McLaren-Youngster Kevin Magnussen weiß, dass das Rennen eine Wundertüte werden könnte. "Es wird schwer zu verstehen sein, wie man den Reifen zum Arbeiten bringen kann, vor allem, wenn sich das Wetter am Sonntag ändert und es ein bisschen kühler sein könnte."

Auch bei niedrigeren Temperaturen könnte der Verschleiß bei der Supersoft-Mischung hoch sein. Was das für die Strategie heißt? "Zwei, drei oder vier Stopps. Alles kann passieren", will sich Hülkenberg nicht festlegen, während der Reifenhersteller eher von zwei bis drei Stopps ausgeht. "Du musst eine gute Balance finden, die den Reifen einigermaßen am Leben hält. Ansonsten brauchst du ein Auto, das gut mit den Reifen umgeht. Das haben wir."

Während also der Supersoft-Reifen im Qualifying als der schnellere Gummi gilt, wird sich das Bild im Rennen wie gewohnt umkehren. "Der Zeitunterschied zwischen den beiden Reifenmischungen beträgt derzeit rund eine Sekunde", blickt Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery in Richtung Qualifying am Samstag.

Wetter als entscheidender Faktor

Das könnte sich aber noch ändern. "Wir glauben nicht, dass die Entwicklung der Strecke diesbezüglich ein Schlüsselfaktor sein wird, vielmehr ist das Wetter das größte Fragezeichen, denn von nun an rechnen wir mit wechselhaften Bedingungen."

Die Abschaffung der FRIC-Aufhängung hält er in Hinblick auf die Reifen hingegen noch als unberechenbaren Faktor: "Es ist schwer zu sagen, wie sich das auf das Verhalten der Reifen auswirken wird." Da die Autos dadurch nun an der Vorderachse nicht mehr so tief liegen, werden die meisten mit mehr Untersteuern zu kämpfen haben - das könnte sich bei den Longruns bemerkbar machen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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