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Formel 1 2014

— 20.07.2014

Seidener Faden: Warum Sutil fast Rosbergs Sieg versaut hätte

Nico Rosbergs Siegchancen wären beinahe stark gesunken, doch die Rennleitung entschied sich beim Ausfall von Adrian Sutil gegen ein Safety-Car



Wenn man sich das Rennen von Nico Rosberg heute in Hockenheim angeschaut hat, dann konnte man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl haben, dass irgendetwas den Heimsieg des Wiesbadeners hätte verhindern können: Der Mercedes-Pilot kontrollierte das Rennen vom Start weg und sicherte sich den Sieg ungefährdet mit mehr als 20 Sekunden Vorsprung.

Doch kurz vor dem Ende des Rennens gab es einen Zwischenfall, der nichts mit Rosberg zu tun hatte, der den Sieg fast Teamkollege Lewis Hamilton in die Hände gespielt hätte. Ausgerechnet Landsmann Adrian Sutil sorgte mit seinem Dreher eingangs der Start- und Zielgerade dafür, dass der Heimsieg Rosbergs am seidenen Faden hing. "Am Ende stand noch einer quer, und ich war mir sicher, dass ein Safety-Car kommt. Ich wusste: Das ist nichts Gutes", schildert Rosberg.

Denn während sich der WM-Führende auf seinen alten, härteren Reifen ins Ziel retten wollte, nutzte Teamkollege Hamilton die Situation, um sich an der Box noch einmal einen Satz frische Supersofts abzuholen. Ein Einsatz des Safety-Cars hätte das Feld danach wieder eng zusammengeführt, und Rosberg wäre wahrscheinlich ein leichtes Opfer für Hamilton gewesen, nachdem sich dieser Williams-Pilot Valtteri Bottas auf ebenfalls alten Reifen entledigt hätte.

"Wir haben auf ein Safety-Car gepokert, aber es kam nicht", bestätigt Mercedes-Geschäftsführer Paddy Lowe bei 'Sky Sports F1', während Motorsportchef Toto Wolff den Ausführungen zustimmt: "Wir wussten, dass wir noch einmal stehenbleiben müssen und wollen, und mit dem Sutil-Auto hat es so ausgesehen, als könnte das Safety-Car kommen", so der Österreicher bei 'Sky'. Rosbergs Glück war aber, dass der Sauber (trotz langem Zögern) auch ohne Eingreifen der Rennleitung geborgen werden konnte und er somit seinen Vorsprung behielt.

Obwohl man so möglicherweise einem Doppelerfolg entging, ist man bei Mercedes mit der Entscheidung einverstanden: "Wenn es nach dem alten Spirit der FIA-Auslegung gegangen wäre, dann wäre ein Safety-Car gekommen, aber jetzt ist der Charlie (Whiting; Anm. d. Red.) richtig auf zack und lässt das Rennen laufen. Deswegen war das die richtige Entscheidung", lobt Wolff und fügt an: "Ich denke, Charlie hat diese Entscheidung bewusst getroffen, dass er nicht einfach 15 Runden vor Schluss das Klassement auf den Kopf gestellt hätte." Vielleicht hat auch ein kleiner Heimbonus Rosberg in die Karten gespielt...

Argumente, es sei für die Streckenposten gefährlich gewesen, bei laufendem Rennen über die Strecke zum Sauber zu laufen, entgegnet Wolff so: "Ich denke, Formel 1 ist gefährlich. Die Bilder waren schon erschreckend, wie die Jungs da über die Straße gelaufen sind. Tatsache ist: Die sehen ja, wo die anderen sind. Wenn du siehst, dass kein Auto im Motodrom ist, dann kannst du auch über die Strecke gehen." Nico Rosberg dürfte das mit Wohlwollen gesehen haben: "Es ist gutgegangen, und das freut mich."

Fotoquelle: xpbimages.com

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