Mercedes wird bald entscheiden, ab wann man sich auf 2015 konzentriert

Formel 1 2014

— 21.07.2014

Wolff: Entwicklungsfokus bleibt zunächst auf 2014

Toto Wolff erklärt, Mercedes wolle sich in den kommenden Wochen entscheiden, wie stark man sich bereits auf 2015 konzentriert - Red Bull als Orientierungshilfe



Fast niemand hegt mehr einen Zweifel daran, dass in diesem Jahr einer der beiden Mercedes-Piloten Weltmeister wird - so groß ist der Abstand sowohl punkte- als auch performancemäßig. Lewis Hamilton hat nach genau der Hälfte der zu vergebenden Punkte 70 Zähler Vorsprung auf den Drittplatzierten Daniel Ricciardo im Red Bull, bei Nico Rosberg sind es sogar 84. Zwar ist nach wie vor alles offen, dennoch befinden sich die Silberpfeile in einer komfortablen Situation.

So könnte man die Planung des neuen Autos für 2015 durchaus etwas anders angehen, als würde man sich ein enges Titelduell mit einem anderen Team liefern. Wie Technikchef Paddy Lowe im Exklusiv-Interview mit 'Motorsport-Total.com' kürzlich berichtete, hat die Entwicklung für das kommende Jahr zumindest in gewissem Maße bereits begonnen: "Das ist aber ganz normal. Ein Team darf nicht erst im November mit dem neuen Auto beginnen."

Mercedes verfolge eine phasenweise Umstellung, die während des Jahres voranschreitet, und momentan befinde man sich auf einer ganz normalen Kurve. "Kann sein, dass wir diese Kurve irgendwann verlassen, aber darüber würden wir nicht öffentlich sprechen. Wir müssen sicherstellen, dass wir unseren Vorsprung verteidigen und sogar ausbauen", hatte Lowe verlauten lassen. Sein Teampendant im sportlichen Bereich, Toto Wolff, spricht nun jedoch von einer baldigen Entscheidung, wie es weitergeht.

"Es wird eine ganz schwierige Entscheidung, wie viele Ressourcen wir auf das nächstjährige Auto verwenden", gibt der 42-Jährige zu und orientiert sich auch am viermaligen Weltmeisterteam aus Österreich: "Red Bull hat in den vergangenen Jahren immer das Prinzip verfolgt, bis zum bitteren Ende zu entwickeln, weil Newey davon ausgegangen ist, dass, wenn das Auto zu Ende entwickelt ist, es auch für das Auto im Folgejahr eine Hilfe ist."

Die Folgen dieser Strategie sehe man heute im direkten Vergleich zum Mercedes-Team, das im vergangenen Jahr schon "relativ stark" auf 2014 gegangen sei. Wolff sieht sich nun selbst in der Rolle des Gejagten: "Diese Entscheidung (frühzeitige Entwicklung des neuen Autos; Anm. d. Red.) werden in diesem Jahr alle Teams fällen müssen. Wir tun es noch nicht. Wir sind noch immer relativ stark auf 2014 konzentriert."

Allerdings werde man sich in Brackley nicht mehr allzu viel Zeit mit einer Entscheidung lassen, stellt Wolff klar: "Diese Entscheidung steht in den nächsten paar Rennen an. Wir wollen Ungarn noch abwarten. Mit Red Bull ist aber definitiv noch zu rechnen. Vor allem, wenn sie diesem Prinzip treu bleiben, und wenn man bedenkt, dass es vielleicht Adrians (Newey; Anm. d. Red.) letzte volle Saison ist. Er wird am Ende vielleicht gut punkten wollen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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