Force India im Aufwind: Hülkenberg hat eine komfortable Ausgangsposition

Formel 1 2014

— 22.07.2014

Hülkenberg und 2015: Zeit für den großen Knall?

Force India will seinen Rückkehrer unbedingt im Team halten - Die Chancen hängen davon ab, wie viel Tempo das Personalkarussell bei den Topteams aufnimmt



Die Sommerpause steht vor der Tür - das heißt auch, dass es bald losgeht mit der "Silly Season". Ein heißer Kandidat auf Schlagzeilen aus der Gerüchteküche heißt einmal mehr Nico Hülkenberg: Erstens wechselte der Emmericher bisher vor jedem Jahr mit Renncockpit die Farben, zweitens ist er Dauerkandidat auf den Zetteln großer Teams. Der 26-Jährige hält sich bedeckt: "Über die Zukunft mache ich mir noch keine großen Gedanken. Ich bin sehr zufrieden da, wo ich gerade bin", sagt er 'Auto Bild motorsport'.

Sein aktueller Arbeitgeber heißt Force India. Patron Vijay Mallya hatte schon Ende 2012 versucht, Hülkenberg zu halten und nahm ihn nach dem Intermezzo bei Sauber mit Kusshand zurück. So weit will es Robert Fernley kein zweites Mal kommen lassen und betont im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com', die Zusammenarbeit fortsetzen zu wollen: "Es war immer unsere Philosophie, die besten Fahrer zu holen, die wir uns leisten können", so der stellvertretende Teamchef. Bessere als "Hulk" sind kaum zu finden.

Das weiß Fernley und erinnert daran, dass der ehemalige GP2-Champion im Winter bei zwei an besten Adressen auf der Liste stand: "Nico sollte längst für ein Topteam fahren. Ferrari und McLaren haben keine Weitsicht bewiesen, als sie ihn nicht verpflichtet haben. Sie haben sich von der Gewichtsdebatte blenden lassen." Hülkenberg zählt mit 1,84 Metern zu den größten und damit schwersten Piloten im Feld, die besten Autos sind jedoch von Anfang unter dem Limit. "Wir sind ihnen dankbar", bemerkt Fernley lachend.

Die Optionen sind beschränkt

Doch der Kampf um Hülkenberg könnte erneut beginnen, schließlich schweigt sich der Betroffene beharrlich dazu aus, welche Optionen ihm sein Force-India-Vertrag für 2015 lässt. Fernley will ihn überzeugen, indem das Team die Konkurrenz auf der Strecke aussticht: "Umso besser wir in der Konstrukteurs-WM abschneiden, umso unattraktiver wird es, zu wechseln. Es geht darum, Optionen zu beschneiden", erklärt er. Gelingt der angestrebte vierte Rang, wird es für Hülkenberg schwierig, eine Alternative zu finden.

Bei Mercedes und Red Bull scheinen die Plätze bezogen. Eher gibt es eine Chance bei Ferrari, wo weder das Engagement des Fernando Alonso noch das des Kimi Räikkönen in Stein gemeißelt scheinen. Während der Spanier von den Gazetten mit McLaren und Honda in Verbindung gebracht wird, ist beim Finnen immer wieder das Karriereende ein Thema - nach 2015 hat er sich ohnehin dazu bekannt. Bleibt noch McLaren. Aber: Sportlich kriselt es und der neue Motorenpartner will für sein Geld die ganz großen Namen sehen.

Force India auch mit Perez zufrieden

Fährt Force India also wieder mit Hülkenberg und Sergio Perez, der von Woking ein Lied zu singen weiß? Fernley ist jedenfalls klar, was er an seinen Mohikanern hat: Wenn es darum geht, eine schnelle Runde auf den Punkt zu bringen, sieht er Hülkenberg gegenüber dem Teamkollegen klar im Vorteil. Dem Mexikaner allerdings schreibt er den reifenschonenderen Fahrstil zu - und damit eine Anlage für die aktuelle Formel 1. "Sie bekommen von mir acht oder neun von zehn Punkten", lobt der Brite das Duo.

"Checo" wurde in Silverstone an neuer Wirkunsgstätte wieder aufgepäppelt: "Er hat wieder mehr Selbstvertrauen, in diesem Punkt war er nach seinen Erfahrungen bei McLaren angeschlagen", sagt Fernley über die Kämpferqualitäten Perez', die er auch bei Hülkenberg verortet: "Nico ist mental sehr stark und erholt sich schnell von Rückschlägen." Die gescheiterten Verhandlungen mit Ferrari und McLaren zählten dazu. Offen bleibt, ob es Abschreckung oder Anregung für einen Versuch gewesen ist.

Fotoquelle: xpbimages.com

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