Jubel in schwarz-rot-gold: Lieber beim Fußball als im Motodrom von Hockenheim?

Formel 1 2014

— 22.07.2014

Hockenheim: Leere Ränge dank Vettel-Kritik?

Agenturchefin Katja Heim nennt die negativen Äußerungen des Heppenheimers über die Formel 1 "ziemlich schädigend" und denkt auch an die Fußball-WM



Die leeren Ränge rund um den Hockenheimring, die den Deutschland-Grand-Prix am vergangenen Wochenende insbesondere am Samstag zu einer tristen Veranstaltung machten, sind vielen Experten ein Rätsel: Das Wetter war spitze, ein deutscher Fahrer und ein deutsches Auto dominierten die Szenerie, in Großbritannien und in Österreichern erfreute sich die Formel 1 in den Wochen zuvor ungebrochener Beliebtheit. Dennoch bleiben die Fans zu Hause - was Katja Heim auch Sebastian Vettel zuschreibt.

Als Gründerin der Agentur KHP war sie in Hockenheim beratend tätig und ist seit vielen Jahren mit der Königsklasse verbunden. Heim erinnert im Gespräch mit 'Reuters' an die Kritik, die der Red-Bull-Star in den vergangenen Monaten an den Hybridantrieben übte: "Es hat sicher nicht wirklich geholfen, dass Sebastian in seinem Frust über die 'neue' Formel 1 und sein Auto so viele Interviews gegeben und gesagt hat, wie schlecht die Serie jetzt sei", so Heim. "Und dass sie es nicht wert sei, zu kommen."

Die Marketingexpertin misst Äußerungen eines gefeierten Sporthelden große Bedeutung bei, wenn es um die Frage geht, ob eine Familie einen hohen drei- wenn nicht sogar vierstelligen Betrag für drei Tage Freizeitprogramm und den Besuch eines Rennens ausgibt: "Als viermaligem Weltmeister aus Deutschland glauben ihm die Menschen mehr als den Leuten vom Vorverkauf", erklärt Heim. "Wenn er sagt, es böte sich nichts mehr für die Fans und die Formel 1 sei nicht mehr die, die sie war, dann ist das zu 100 Prozent ziemlich schädigend."

Immer wieder war auch zu hören, dass die hohen Preise Besucher abgeschreckt oder die Alternative Spielberg mit dem Reiz des Neuen gelockt hätte. Heim setzt eine weitere These auf die Agenda: Die Euphorie um den Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft nur sieben Tage vor dem Rennen betrachtet sie als nicht förderlich für den Absatz der Karten: "Für die Formel 1 wäre es vielleicht besser gewesen, wenn es die Deutschen den Engländern nachgemacht und sich nach der Vorrunde verabschiedet hätten. Das glaube ich wirklich."

Fotoquelle: xpbimages.com

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