Silverstone-Test: So sahen die neuen 18-Zoll-Reifen von Pirelli in der Praxis aus

Formel 1 2014

— 23.07.2014

Hembery über 18-Zoll-Reifen: "Wollten Diskussion anregen"

Paul Hembery spricht über die Zukunft der jüngst getesteten 18-Zoll-Reifen und verrät, dass Pirelli im Fall der Fälle für eine Einführung zur Saison 2017 bereit wäre



Bei den vergangenen Testfahrten in Silverstone testete Lotus erstmals die neuen 18-Zoll-Reifen von Pirelli. Paul Hembery, Motorsportchef des Reifenlieferanten, verrät, dass man die neuen Reifen bereits zur Saison 2017 einführen könnte. Allerdings will man sich dabei vollständig der Entscheidung des Sports beugen und hätte auch kein Problem damit, die Formel 1 weiterhin mit 13-Zoll-Reifen zu beliefern.

"Das geht jetzt zurück an die Formel-1-Kommision. Ich werde ein kleines Booklet für sie vorbereiten, ein paar Seiten mit Bildern und Kommentaren, die wir gesammelt haben. Dann können sie eine qualifizierte Entscheidung treffen", erklärt Hembery das Vorgehen nach dem ersten Test gegenüber 'GPUpdate.net' und ergänzt: "Die Idee war es, eine Diskussion anzuregen."

"Anstatt nur hypothetisch über die Situation zu sprechen, haben wir allen gezeigt, wie ein aktuellen Formel-1-Auto dann aussehen würde. Insgesamt sind die Reaktionen der Leute positiv. Wir pushen die Sache gar nicht so sehr, wir versuchen einfach nur, proaktiv zu sein und dem Sport die Entscheidung zu überlassen. Es ist nicht unsere Entscheidung. Wir werden das tun, worum der Sport uns bittet."

"Wenn sie bei 13 bleiben wollen, dann bleiben wir bei 13. Wenn sie allerdings das Aussehen und das Gefühl der Autos verändern wollen, dann zeigen wir ihnen eben wie 18, 19 oder 20 aussehen würden. Die Ingenieure werden wohl bei 13 bleiben wollen, denn Änderungen kosten Geld. Mir wurde allerdings gesagt, dass es 2017 im Sport noch eine ganze Menge anderer Änderungen geben soll. Das wäre also der ideale Zeitpunkt, umfassende Änderungen umzusetzen", findet Hembery.

Über die Reaktionen nach dem Silverstone-Test berichtet Pirellis Motorsportchef: "Es gab eigentlich nichts Negatives. Die Leute senden mir Umfragen zu und ich glaube, dass das schlechteste Ergebnis bei 70 Prozent lag, die dafür waren. Das ging hoch bis zu 90 Prozent. Wir wollten die Meinung der Leute wissen, denn wir hatten gehört, dass die Fans genervt davon waren, dass wir den Sport veränderten, und dass sie fragten: 'Was zur Hölle macht ihr da?'"

Trotzdem will Pirelli vor weiteren Änderungen offenbar nicht zurückschrecken. Laut Hembery würde man die Niederquerschnittsreifen gerne auch in GP2 und GP3 einführen: "Ja, wir hätten dann gerne das ganze Paket. Unser Angebot ist 2017, also müssen wir wissen, ob die Formel 1 diesen Weg wirklich gehen will. Wenn das so ist, dann müssen wir uns auch auf die anderen Serien dahinter vorbereiten." Eine Entscheidung könnte also bereits demnächst bevorstehen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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