Nico Hülkenberg zieht nach zehn Saisonrennen Bilanz: Gut, aber nicht perfekt

Formel 1 2014

— 24.07.2014

Hülkenberg: "Williams hat besser entwickelt als wir"

Nico Hülkenberg erklärt, warum Force India im Vergleich zum Saisonbeginn etwas abgefallen ist und schätzt die Chancen auf seinen ersten Podestplatz ein



Was Top-10-Platzierungen betrifft, hat Nico Hülkenberg in der Saison 2014 eine weiße Weste. Der Force-India-Fahrer ist neben Ferrari-Pilot Fernando Alonso einer von nur zwei Piloten im Feld, die bei den ersten zehn Saisonrennen immer gepunktet haben. Diese Serie wollen beide auch beim Grand Prix von Ungarn an diesem Wochenende, dem letzten Rennen vor der Sommerpause, aufrechterhalten.

Hülkenberg kam bei seinem Heimspiel in Hockenheim als Siebter ins Ziel. Damit ist er rückblickend nicht ganz zufrieden. Am Renntag war es kühler als an den Trainingstagen, weshalb andere Team besser zurechtkamen als die Mannschaft rund um Vijay Mallya. "Dass es soviel kühler wird, war nicht vorhergesagt. Klar, hat das anderen ein bisschen geholfen. Uns hat es nicht massiv geschadet, aber ich glaube, das andere (höhere Temperaturen; Anm. d. Red.) hätte uns mehr in die Karten gespielt", sagt der Force-India-Pilot und sieht darin kein Setup-spezifisches Problem, sondern ein "generelles" am VJM07, wie er betont.

So liegt es auf der Hand, dass Hülkenberg am Rennsonntag auf dem Hungaroring am liebsten eine Hitzeschlacht austragen würde - gerade vor dem Hintergrund, dass Force India "nicht das Mammut-Budget wie manch andere" vorweisen kann. Ein spezielle Ungarn-Upgrade für den VJM07 gibt es nicht. So bleibt Hülkenberg und Teamkollege Sergio Perez derzeit nichts anderes übrig, als "jedes Wochenende alles aus dem Paket herauszuholen".

Williams auf und davon

Im Kampf um die vorderen Mittelfeldplatzierungen hat Force India im Vergleich zum Saisonbeginn etwas an Boden eingebüßt. Vor allem das ebenfalls mit Mercedes-Antrieb ausgerüstete Williams-Team hält (nicht nur) Force India inzwischen klar auf Distanz.

"Ich glaube, dass Williams am Anfang der Saison nicht das ganze Potenzial des Autos abrufen konnte. Die Gründe dafür kenne ich nicht, aber das ist mein Eindruck", sagt Hülkenberg und fügt an: "Mein Eindruck ist auch, dass sie besser entwickelt haben als wir. Diese zwei Sachen zusammen lassen sie jetzt da stehen, wo sie jetzt stehen." Nämlich hinter Mercedes, Red Bull und vor Ferrari, Force India, McLaren auf Rang drei der Konstrukteurswertung.

Dass Force India Williams in der zweiten Saisonhälfte noch einholen kann, glaubt Hülkenberg nicht: "Wenn man das Auto sieht und sich die Onboard-Aufnahmen ansieht, dann haben die einfach ein richtig gutes, funktionierendes Paket. Das Auto liegt gut und hat viel Grip. Top-Speed, der in Spa und Monza extrem wichtig ist, haben sie sowieso. Im Moment spricht viel für Williams."

Podestplatz bleibt das Ziel

Das erwähnte Studium der Onboard-Aufnahmen nimmt Hülkenberg in Eigenregie und nicht etwa auf Anweisung von Force India vor, wie er betont: "Ich schaue mir alle Onboards an, die es gibt. Das ist schon interessant, denn es gibt immer Sachen, die einem auffallen und die man dann teilweise auch für sich verwenden kann. Es geht auch darum, dem Team zu zeigen, wo wir hin müssen. Auch wir haben Updates gebracht, aber vielleicht nicht genügend, um ganz vorne mitzufahren."

Rechnet sich Hülkenberg für die zweite Saisonhälfte Chancen auf den ersten Podestplatz seiner Karriere und den zweiten in dieser Saison für das Team nach Perez' drittem Platz beim Bahrain-Grand-Prix aus? "In Bahrain war es natürlich so, dass einige Teams, wie etwa Red Bull, noch ihre Probleme aussortieren mussten. Das ist nun nicht mehr der Fall. Wir haben natürlich immer noch einen Vorteil in Bezug auf den Antrieb, aber der Vorteil ist nicht mehr so groß wie er einmal war", sagt der Deutsche.

"Es wird sicherlich schwieriger, aber man soll niemals nie sagen", spricht Hülkenberg konkret auf eine mögliche Top-3-Platzierung an. "In Singapur zum Beispiel ist die Durchschnittsgeschwindigkeit recht niedrig. Das spielt uns in der Regel in die Karten", sagt der Force-India-Pilot und zählt in diesem Zusammenhang auf den Umstand, dass auch die Durchschnittsgeschwindigkeit auf dem Hungaroring vergleichsweise weit unten angesiedelt ist.

Fotoquelle: xpbimages.com

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