Kokettiert Sebastian Vettel mit einem Abschied von Red Bull nach 2015?

Formel 1 2014

— 24.07.2014

Vettel zu Mercedes? "Über alle Angebote nachdenken"

Sebastian Vettel reagiert ausweichend auf die Meldungen, die ihn ab 2016 im Silberpfeil sehen - Dementi bleibt aus - Marc Surer sieht Pro und Contra



Während Nico Rosberg vor wenigen Tagen einen neuen, mehrjährigen Vertrag bei Mercedes unterzeichnet hat, der dem Vernehmen nach bis einschließlich der Saison 2017 gilt, läuft der aktuelle Kontrakt von Teamkollege Lewis Hamilton Ende der Saison 2015 aus.

Prompt tauchten in dieser Woche Gerüchte auf, wonach der in der laufenden Saison bei Red Bull glücklos agierende Weltmeister Sebastian Vettel ab 2016 als Teamkollege von Rosberg für Mercedes fahren könnte. Vettel selbst reagiert in Ungarn ausweichend. "Über alle Angebote muss man nachdenken, aber nichts hat sich verändert. Ich rede nicht über diese Dinge", so der Red-Bull-Pilot.

Hat es mit Mercedes bereits Verhandlungen gegeben? Vettel weicht erneut aus: "Heute gibt es ja mehrere Möglichkeiten an jemanden heranzutreten. Man kennt sich ja, man läuft sich über den Weg. Ich bin ja kein unbekanntes Gesicht. Es gibt Wege, ohne dass viele Leute davon etwas mitbekommen müssen, aber nochmal: Ich bin sehr zufrieden im jetzigen Team. Im Moment stellt sich die Frage aus meiner Sicht nicht."

Surer kann sich Mercedes-Duo Rosberg/Vettel vorstellen, aber...

So lässt sich der Weltmeister am Hungaroring lediglich entlocken, dass er den Mercedes-Stern "im Moment nicht so sexy" findet, "weil er ständig vor uns ist". Während Vettel auf die Gerüchte noch ausweichend reagiert, diese aber auch nicht kategorisch dementiert und Hamilton seine eigene Vertragssituation erst kürzlich als "ziemlich entspannt" bezeichnete, hält Experte Marc Surer ein Mercedes-Team Rosberg/Vettel ab der Saison 2016 durchaus für denkbar.

"Eine deutsche Firma mit einer rein deutschen Fahrerpaarung hätte was", meint Surer gegenüber 'Sky.de' und merkt mit Blick auf Rosberg und Vettel an: "Ich denke, dass die beiden gut zusammenpassen würden. Als einziges Problem sehe ich vielleicht die Tatsache, dass Mercedes eine internationale Firma ist und ein deutsches Duo für die internationale Vermarktung etwas problematisch wäre."

Wie auch immer: Surer rät Vettel, Vorsicht walten zu lassen, denn "niemand weiß, wie stark Red Bull oder Mercedes in zwei Jahren sind. Es ist nicht vergleichbar mit der Industrie, wo man den Job wechseln kann, weil die neue Firma mehr Umsatz erwirtschaftet und man eine größere Sicherheit hat". Somit könne man "erst in zwei Jahren sagen, ob ein Wechsel für Vettel der richtige Schritt ist", wie der Schweizer betont. Denn: "Letztes Jahr hätte jeder gesagt, man muss zu Red Bull, wenn man Weltmeister werden will."

Fotoquelle: xpbimages.com

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