Großer Preis von Ungarn: Pre-Events

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Formel 1 2014

— 25.07.2014

Hoffnung im Keim erstickt: Mercedes wieder voran

Von wegen Red-Bull-Strecke: Lewis Hamilton und Nico Rosberg dominieren auch das erste Training auf dem Hungaroring - Feuer am Wagen von Max Chilton



Dass Mercedes auf den zuletzt durchwegs eher schnellen Strecken dominant war, kam für Formel-1-Experten nicht überraschend. Die vielen Kurven des Hungarorings, so die Theorie, könnten den Silberpfeil jedoch einbremsen - aber es bleibt bei der Theorie: Im ersten Freien Training zum Grand Prix von Ungarn gab Mercedes neuerlich den Ton an. Die Bestzeit sicherte sich Lewis Hamilton (1:25.814 Minuten), 0,183 Sekunden vor Teamkollege Nico Rosberg und 0,607 Sekunden vor Kimi Räikkönen (Ferrari).

Die Silberpfeile gingen ungewöhnlich früh auf die Strecke und gehörten mit 27 beziehungsweise 31 Runden zu den fleißigsten Piloten der Session. Interessantes Detail: Im ersten Sektor waren die beiden praktisch gleich schnell, im zweiten hatte jedoch Rosberg, im dritten Hamilton klare Vorteile. Ebenfalls interessant: Im schnellen ersten Sektor, in dem es auf PS-Leistung ankommt, konnte nur Räikkönen einigermaßen mit Hamilton und Rosberg mithalten.

Dass Ferrari erster Mercedes-Verfolger zu sein scheint, bestätigte Fernando Alonso als Vierter, der Spanier hatte aber schon 1,058 Sekunden Rückstand und war somit teamintern diesmal nur Zweitschnellster. Fünfter wurde Sebastian Vettel (+1,406), Achter Daniel Ricciardo (+1,968) - Red Bull begann auf dem Hungaroring also zurückhaltender als erwartet, obwohl Renault die Motorensoftware für dieses Wochenende weiter optimiert hat.

Mercedes spielt Power auch in Ungarn aus

Mercedes scheint für Vettel jedenfalls außer Reichweite zu sein: "Man kann bereits erkennen, dass wir im ersten Sektor eine halbe Sekunde auf sie verlieren", seufzt Red-Bull-Teamchef Christian Horner. "In den anderen Sektoren sieht es besser aus. Hoffentlich können wir den Rückstand auf ein paar Zehntel begrenzen - und wer weiß, was dann im Rennen passiert? Vielleicht können wir sie ja etwas unter Druck setzen."

Kevin Magnussen (McLaren) und Jean-Eric Vergne (Toro Rosso) sicherten sich die Positionen sechs und sieben; Jenson Button (McLaren) und Felipe Massa (Williams) rundeten als Neunter und Zehnter die Top 10 ab. Williams tat sich in den ersten eineinhalb Stunden deutlich schwerer als zuletzt, ebenso wie Force India, ebenfalls ein Mercedes-Kundenteam. Nico Hülkenberg (+2,287) schaffte im Finish aber immerhin noch eine Verbesserung auf Rang zwölf.

Vorerst noch extrem wenig Grip

Generell war mangelnder Grip auf der noch staubigen Strecke ein Problem für alle Teams und Fahrer, sodass man in Sachen Setup nur bedingt etwas für den Rest des Wochenendes lernen konnte. Negativ bemerkbar machten sich aber die Lotus-Piloten, bei denen es wieder diverse technische Probleme gab, und auch Adrian Sutil (Sauber), der mit einem der wenigen echten Dreher 18. wurde. Rückstand des Deutschen: 3,211 Sekunden.

Die vielleicht spektakulärste Szene in einem ansonsten wenig aufregenden Training verursachte Max Chilton gleich zu Beginn, als sein Marussia nach der Installationsrunde im Heck zu brennen begann und gelöscht werden musste. Im Auspuff hatte sich Öl entzündet. Aber nach einer kurzen Reparatur konnte der Brite in den letzten zehn Minuten wieder auf die Strecke gehen - und war sogar noch um 0,244 Sekunden schneller als Teamkollege Jules Bianchi...

Fotoquelle: xpbimages.com

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