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Formel 1 2014

— 26.07.2014

Rosberg: Ein halbes Glas Mitleid für Hamilton

Nach dem erneuten Rückschlag von Lewis Hamilton empfindet Nico Rosberg zwar Mitleid mit seinem Teamkollegen, denkt aber auch an seine eigenen Chancen



Lewis Hamilton hat das Glück derzeit nicht gerade gepachtet. Letztmals in Spanien fuhr der Brite auf die Pole, danach kamen ihm immer wieder Umstände dazwischen. Nachdem ihn in Hockenheim die Bremse im Stich gelassen hatte, folgte in Budapest der zweite technische K. o. innerhalb von nur einer Woche. Nutznießer war wieder einmal Nico Rosberg, der quasi einen Freifahrtsschein für den ersten Startplatz hatte.

Doch so richtig freuen kann er sich auf diese Weise nicht, erklärt er: "Auf der einen Seite ist es eine Gelegenheit für mich, meinen Meisterschaftsvorsprung auszubauen. Das ist einfach so! Standfestigkeit gehört dazu. Auf der anderen Seite ist es aus Teamsicht eine Enttäuschung, weil es von der Performance her natürlich nicht ideal ist - und auch nicht von meiner Euphorie", sagt der Deutsche.

"Ich bin euphorisch, wenn ich ihn auf der Strecke schlage. Und das ist auch der Kampf, der mich momentan motiviert. Das ist die Herausforderung, die mir momentan liegt. Deswegen ist heute bei mir keine Euphorie da. Natürlich freue ich mich über die Pole, aber euphorisch bin ich, wenn ich ihn auf der Strecke im direkten Duell schlage." Das Duell blieb zuletzt immer öfter aus, weil bei einem der beiden Mercedes etwas dazwischenkam.

Auch Rosberg erwischte die Defekthexe bereits in Silverstone. Deswegen kann er sich gut in die Situation seines Teamkollegen hineinversetzen und empfindet Mitleid: "Es ist wirklich sehr enttäuschend, wenn das Auto kaputtgeht. Es ist schwierig, weil man es nicht kontrollieren kann", beschreibt er die Gefühlslage. Getröstet hat er Hamilton nach dem erneuten Aus nicht. Einerseits weil der Brite nicht mehr an der Strecke war, andererseits weil er es gar nicht kann: "Ich kann nichts sagen, was ihm den Tag verschönert. Es ist besser, ich sage gar nichts."

Viel bewerkstelligen kann der Deutsche auch sonst nichts, wenn es um das Thema Zuverlässigkeit geht. Er setzt sich rein und fährt einfach. Und sonst? "Ich kann nur positiven Druck auf das Team ausüben, dass sie weiter pushen. Konstruktive Kritik ist das Beste, was ich machen kann", erzählt er, betont aber: "Das Team gibt eh unentwegt Gas und macht einen fantastischen Job. Wir haben das schnellste Auto und eine große Führung in der WM. Wir müssen jetzt die Zuverlässigkeit verbessern."

In Sachen eigener WM-Chancen war der Ausfall von Hamilton allerdings das Beste, was ihm passieren konnte. Sollte nichts Unvorhergesehenes dazwischenkommen, spaziert der Wiesbadener morgen voraussichtlich zum Sieg. "Es macht die Sache natürlich einfacher, weil er mein schärfster Rivale ist, daher werde ich auf Sicherheit gehen und unnötige Dinge vermeiden, um so viele Punkte wie möglich mitzunehmen", kündigt er an.

"Ich rechne auf jeden Fall früher oder später mit ihm. Das muss man mit dem Auto, das wir haben, und wie er momentan fährt." Auch wenn eine gute Startposition in Budapest eigentlich sehr wichtig ist. Daher rechnet auch Hamilton selbst nicht mit einem Top-5-Ergebnis. Doch Rosberg hält das für Tiefstapelei: "Das sagt er, aber ich kenne meinen Kollegen schon viele Jahre lang gut. Glauben tut er das nicht."

Fotoquelle: xpbimages.com

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