Großer Preis von Ungarn: Pre-Events

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Formel 1 2014

— 28.07.2014

Williams: "Hätten das Auto anders abstimmen sollen"

Trotz Startplatz drei landete Valtteri Bottas in Ungarn nur auf Rang acht, Teamkollege Massa wurde Fünfter - Besonders die Reifen haben es Williams schwer gemacht



Nach einigen guten Rennen am Stück musste Williams in Ungarn einen kleinen Dämpfer hinnehmen. Nach einem überzeugenden Qualifying und guter Anfangsphase im Rennen hatte Valtteri Bottas wie auch die anderen Piloten der Spitzengruppe kein Glück mit dem Safety-Car und fiel zurück. Anschließend konnten beide Williams-Fahrer nicht mehr die Pace abrufen, die der FW36 das Wochenende über gezeigt hatte.

"Das Hauptproblem heute war die Pace des Autos", erklärt Rob Smedley, Leiter der Fahrzeug-Performance, nach dem Rennen. "Am Samstag bei den hohen Asphalttemperaturen waren wir ganz gut, aber beim Rennen war die Strecke gut 18 Grad kälter. Wir sind einfach nicht in Fahrt gekommen." Nun müsse sich Williams gründlich mit der Thematik Reifenmanagement auseinandersetzen und verstehen, warum es unter den kühlen Bedingungen vom Sonntag nicht lief.

"In den letzten vier Rennen hatten wir jeweils das zweitschnellste Auto. Natürlich haben wir nicht den besten Job gemacht heute, aber immerhin sind wir mit beiden Autos in die Punkte gekommen, obwohl wir keine Pace hatten", räumt Smedley ein. Besonders bei der Reifenwahl habe sich das Team verzockt, so schickte man Bottas beim zweiten Boxenstopp mit den langsameren Medium-Reifen heraus.

Keine Reifentemperatur

"Wir haben zu dem Zeitpunkt geglaubt, dass der Optionsreifen (die weichere Mischung; Anm. d. Red.) nicht bis zum Ende halten würde. Nach all unseren Daten vom Freitag hatten wir gedacht, der Reifen würde etwa 16 Runden halten. Der Unterschied bei den heutigen Bedingungen war aber, dass die Reifen weniger gerutscht sind, was die Lebensdauer verlängert hat. 25 Runden auf dem Optionsreifen zu fahren, hätten wir nicht für möglich gehalten."

Auch die Fahrer bemängeln, dass sie die Pneus nicht auf Temperatur bekommen haben: "Es hat Jahre gedauert, bis wir die Reifen aufgewärmt hatten. Als der Reifen dann endlich funktionierte, war es bereits zu spät", erinnert sich Bottas. Teamkollege Felipe Massa hatte ähnliche Schwierigkeiten: "Auf den weichen Reifen lief es zu Beginn des Rennens viel besser. Ich sagte dem Team, dass der weiche Reifen die bessere Wahl wäre, aber es waren noch zu viele Runden bis zum Ende. Wir hatten alle etwas Angst, dass der weiche Reifen nicht bis zum Ende halten würde."

Smedley gibt außerdem zu, dass man durch ein besseres Setup der Fahrzeuge mehr hätte erreichen können: "Jetzt im Nachhinein denke ich, dass wir die Autos auf jeden Fall anders hätten abstimmen können. Wir hätten mehr Reifentemperatur generieren können, dazu gibt es diverse Hebel wie etwa auch den Reifendruck. Wenn wir das Rennen bei gleichen Bedingungen noch mal fahren würden, wären wir sicherlich deutlich konkurrenzfähiger."

Sollte eine ähnliche Situation in Zukunft wieder entstehen, werde Williams darauf vorbereitet sein, meint Smedley. Bottas freut sich indes darüber, dass die neuen Teile am Auto weiteren Aufschwung versprechen: "Es ist gut, dass wir diese Updates haben, sie haben wirklich so funktioniert wie erwartet. Sie werden uns auch auf vielen anderen Strecken helfen. Vielleicht nicht in Monza, aber auf vielen anderen Kursen. Ich bin mir sicher, dass nach der Pause noch mehr kommen wird."

Fotoquelle: xpbimages.com

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