Christian Horner ist guter Dinge, dass Red Bull bald wieder ganz vorne stehen wird

Formel 1 2014

— 28.07.2014

Horner: Umstrukturierungen bei Renault zahlen sich aus

Red-Bull-Teamchef Christian Horner ist davon überzeugt, dass Red Bull und Renault spätestens in der Saison 2015 wieder in die Erfolgsspur zurückkehren werden



Immer wieder hat Red Bull Motorenpartner Renault in dieser Saison den Schwarzen Peter zugeschoben. Häufig hieß es, dass der schwache Antriebsstrang der einzige Grund sei, warum es bei den Bullen 2014 nicht rund laufe. Inzwischen gab es bei Renault einige Umstrukturierungen und Red-Bull-Teamchef Christian Horner ist zuversichtlich, dass man dadurch spätestens 2015 wieder konkurrenzfähig sein wird.

"Ich denke, wir haben einige gute Dinge in der Pipeline. Wir arbeiten sehr eng mit Renault zusammen", erklärt Horner gegenüber 'Formula1.com' und antwortet auf die Frage, ob sich die Umstrukturierungen bereits ausgezahlt hätten: "Absolut. Wir haben eine gute Arbeitsbeziehung zu Renault und ich denke, dass Cyril (Abiteboul; Anm. d. Red.) einen großartigen Job macht."

Abiteboul hatte Anfang Juli Jean-Michel Jalinier an der Spitze von Renault Sport ersetzt. "Wir sind jetzt viel involvierter und arbeiten jetzt fast schon so, wie es ein gutes Werksteam tut", freut sich Horner, der dabei auf Mercedes und Ferrari anspielt. Dort entstehen Motor und Chassis im Einklang, Red Bull hingegen baut lediglich ein eigenes Chassis und ist in Sachen Antrieb auf die Arbeit von Renault angewiesen.

2015 voller Fokus auf Red Bull?

Daher würde sich Horner wünschen, dass die Franzosen 2015 weniger Kunden mit Motoren beliefern. So gilt es quasi als sicher, dass Lotus im kommenden Jahr mit Mercedes-Aggregaten an den Start gehen wird. "Dann würde der gesamte Fokus auf Red Bull liegen und es würde einen Kundenmotor für Toro Rosso geben", erklärt Horner.

"Natürlich macht das einen Unterschied. Es wäre positiv für uns und würde auch für Renault Sinn ergeben", meint der Red-Bull-Teamchef. Aktuell beliefert Renault mit Red Bull, Lotus, Toro Rosso und Caterham gleich vier Formel-1-Teams mit Motoren. Bei Red Bull hat man sich enorm an der Tatsache gestört, dass sich Renault bei der Entwicklung des Aggregates dabei nicht auf die Wünsche eines Teams fokussiert hat.

"Das war ein Problem. Wenn man sich Mercedes und Ferrari anschaut, dann fokussieren sie sich nur auf ein Team und ihre Kunden bekommen noch immer ein sehr gutes Produkt", berichtet Horner und ergänzt: "Renaults Philosophie war eine andere und ich denke, dass sie dafür bezahlen mussten. Aber jetzt sind die Dinge unter dem neuen Management anders."

Auf die Frage, ob Red Bull aktuell mit einem Wechsel des Motorenpartners liebäugele, antwortet Horner: "Momentan steht das nicht auf unserer Agenda. Wir wollen die Dinge mit Renault zum Laufen bringen. Wir hatten mit Renault großen Erfolg und haben fast 50 Rennen mit ihnen gewonnen und acht Weltmeisterschaften. Sie haben sehr fähige Leute, wir müssen einfach nur enger in die gleiche Richtung arbeiten. Und ich glaube, dass genau das jetzt passiert."

Fotoquelle: xpbimages.com

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