Ungewohntes Bild: Ferrari vor Red Bull und Dominator Mercedes

Formel 1 2014

— 29.07.2014

Ferrari: Nach Ungarn-Hoch droht in Spa und Monza Gegenwind

In Ungarn hätte Fernando Alonso beinahe den ersten Ferrari-Sieg seit Spanien 2013 geholt, doch in Spa und Monza könnte man in die bittere Realität zurückgeholt werden



Niki Lauda hatte vor dem Rennwochenende auf dem Hungaroring gewarnt: "In Budapest mache ich mir sogar Sorgen um die Ferraris, weil sie in den letzten Rennen wesentlich näher an uns heran gekommen sind." Und tatsächlich hätte Fernando Alonso beinahe den ersten Saisonsieg für die Scuderia geholt - den ersten seit Barcelona 2013.

Nur ein famos fahrender Daniel Ricciardo verhinderte das Ende der Ferrari-Durststrecke, doch auch Platz zwei bedeutet für die Roten das bislang beste Saisonergebnis. Kimi Räikkönen, der im Qualifying von seiner Crew im Stich gelassen wurde und nur als 16. startete, wurde am Ende Sechster - ebenfalls ein achtbares Ergebnis.

Traktion verbessert

Hat sich Ferrari also wirklich gesteigert? Glaubt man den Signalen, die aus Maranello kommen, dann dürfte das der Fall sein. Auf dem Hungaroring zählt eine gute Traktion, und im mittleren Stint des Rennens fuhren die Ferrari-Piloten die schnellsten Zeiten.

Dennoch hält man den Ball flach. "Es ist ermutigend, aber wir müssen diesen zweiten und sechsten Platz richtig einordnen", sagte Teamchef Marco Mattiacci unmittelbar nach dem Rennen. "Heute waren die Kräfteverhältnisse wegen des Wetters und der Streckencharakteristik etwas verwässert. Daher muss man sehr vorsichtig sein, wir dürfen nicht zu enthusiastisch werden."

Fakt ist: Der Schachzug, Alonso am Ende nicht zu einem weiteren Stopp hereinzuholen, in Kombination mit dessen enormen Fahrkönnen, hat sich bezahlt gemacht. Bei einem normalen Rennverlauf hätte der Spanier vermutlich Mühe gehabt, um die Podestplätze mitkämpfen zu können.

Spa und Monza tendenziell keine Ferrari-Strecken

Nun blickt man bereits in Richtung der zweiten Saisonhälfte: Nach dem Ungarn-Wochenende gab es ein Treffen zwischen Mattiacci und Boss Luca di Montezemolo, wo die Vorgehensweise für die verbleibenden Rennen besprochen wurde.

Nach dem für die Moral so wichtigen Ungarn-Ergebnis drohen nun wieder Rückschläge: Auf den schnellen Strecken in Spa und in Monza sieht es der Papierform nach nicht besonders gut aus für Ferrari - und ausgerechnet beim Heimspiel in Italien wäre eine Niederlage bitter. Gleichzeitig arbeitet man bereits am Auto für die Saison 2015: Aus diesem Grund trifft Mattiacci auch Vertreter der Zulieferer, um dort das Verantwortungsbewusstsein zu steigern und ein Zusammenrücken zu erwirken, damit alle an einem Strang ziehen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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