Ungewohntes Bild: Alonso führt vor einem Mercedes und einem Red Bull

Formel 1 2014

— 29.07.2014

Ferrari nach Umbau: Erfolge nur eine Frage der Zeit

Nach der Umstrukturierung der Umstrukturierung heißt es aus Maranello, dass man die internen Probleme gelöst habe - In allen Bereichen sind Fortschritte nötig



Ferrari geht mit einem starken zweiten Platz durch Fernando Alonso in die Sommerpause. Doch in Maranello weiß man: Das ist zu wenig. Will man den Spanier, der seit 2010 vergeblich versucht, mit den Roten Weltmeister zu werden, langfristig halten, dann müssen Erfolge her. Der letzte Triumph liegt aber schon über ein Jahr zurück - gewinnt man dieses Jahr kein Rennen, droht die schlechteste Saison seit 1993.

Der letzte Fahrertitel wurde 2007 von Kimi Räikkönen eingefahren - inzwischen findet in Maranello bereits die Umstrukturierung der Umstrukturierung statt. Dennoch übt sich Teamchef Marco Mattiacci in Zweckoptimismus. "Wir müssen das Auto umfassend verbessern, es geht nicht nur um die Antriebseinheit, auch nicht nur um die Aerodynamik oder das Chassis", sagt der Italiener mit Blick auf das Jahr 2015. "Aber ich bin zuversichtlich, was den Teamgeist angeht, den wir aufbauen, die Qualität der Leute und unseren Plan, den wir ausgearbeitet haben."

Teamgeist hin oder her - ein Teamumbau sorgt auch immer wieder für Unruhe. So sieht sich Ex-Technikchef Pat Fry, der nach der Ankunft von James Allison zum Chefingenieur degradiert wurde, mit Gerüchten konfrontiert, er musste bereits seinen Posten räumen. Das berichtete 'Sky' nun erneut.

Gerüchte um Fry-Rauswurf falsch

Ferrari dementiert dies, laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' entspricht das Gerücht auch nicht der Wahrheit. Er arbeitet nach wie vor in Maranello. Wie lange der ehemalige McLaren-Mann jedoch noch in Diensten von Ferrari steht, ist ungewiss. Langzeit-Motorenchef Luca Marmorini ist bereits Geschichte und musste sein Büro räumen. Der langjährige Ferrari-Mann Lorenzo Sassi ist sein Nachfolger.

Der griechische Chefdesigner Nikolas Tombazis dürfte währenddessen fest im Sattel sitzen. Dennoch haben die Umstrukturierungen der vergangenen Monate klar ergeben, dass Allison das technische Kommando beim italienischen Traditionsteam übernommen hat.

Keine klare Schwachstelle

Bei Ferrari hört man von allen Mitarbeitern das gleiche: Es gibt keine eindeutige Schwachstelle des F14 T, stattdessen hinkt man in allen Bereichen ein bisschen hinterher. "Wir wissen, wo wir uns verbessern müssen", sagt auch Räikkönen, der nach den starken Lotus-Jahren eine bittere erste Saisonhälfte hinter sich hat und auch durch Alonso unter die Räder gekommen ist. "Es ist überall ein bisschen."

"Wir sind nirgendwo wirklich schlecht aber auch nirgendwo fantastisch. Es ist ein zuverlässiges Auto, das manchmal unter gewissen Bedingungen besser funktioniert", benötigt es laut dem Finnen äußere Umstände, um Erfolge zu ermöglichen. "Trotzdem gibt es eine Menge Dinge, von denen wir wissen, dass es einen wirklichen großen Unterschied machen wird, wenn wir uns dort verbessern."

Auch die Struktur und das Personal bewertet Räikkönen positiv: "Wir haben gute Leute in der Fabrik, und ich denke, sie werden in den richtigen Positionen eingesetzt. Die Organisation kann einen Unterschied machen, und ich bin mir sicher, dass es sich in der Zukunft auszahlen wird."

Ferrari hat Plan und richtiges Personal

Trotzdem ist er ungeduldig: "Wir müssen für die kommende Saison große Schritte machen, müssen uns weiter verbessern. Obwohl wir einen guten Plan haben und ich an die Truppe glaube, müssen wir einen Schritt nach dem anderen machen, um unsere Probleme zu lösen. Das kann dauern."

Wie lange? "Ich denke nicht, dass sich in drei oder vier Wochen viel ändern wird, aber ganz sicher im nächsten Jahr. Wir werden daran arbeiten, die Dinge in der zweiten Saisonhälfte zu verbessern, damit sie im nächsten Jahr so sind, wie wir sie haben wollen."

Dementsprechend werden auch in der Sommerpause die Köpfe rauchen, verrät Teamchef Mattiacci: "Wir hören nicht auf, über unsere Projekte nachzudenken, es gibt also keine Schließung. Wir haben 1,2 Sekunden Rückstand auf die Spitze - und das bedeutet monate- bis jahrelange Arbeit. Wir können es uns nicht erlauben, mental zuzusperren. Deswegen müssen wir wegen dieses zweiten Platzes vorsichtig sein, denn uns muss bewusst sein, dass extrem viel Arbeit vor uns liegt. Außerdem sind wir als Ferrari nicht hier, um mit einem zweiten Platz glücklich zu sein."

Fotoquelle: xpbimages.com

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