Auch in Ungarn wirkte sich das FRIC-Verbot kaum auf das Kräfteverhältnis aus

Formel 1 2014

— 30.07.2014

Williams: FRIC-Verbot wurde überschätzt

Laut Williams-Chefingenieur Rob Smedley hat sich das Aus für das vernetzte Fahrwerks in Ungarn kaum ausgewirkt - In Spa hat man den Verlust überwunden



Nachdem die Abschaffung des vernetzten Fahrwerks in Hockenheim nur geringfügige Auswirkungen auf das Kräfteverhältnis hatte, rechnete man auf dem Hungaroring mit einem größeren Einfluss. Der winkelige Kurs mit seinen vielen Bodenwellen sollte die Nachteile des FRIC-Verbot stärker sichtbar machen. Wer also das System, das einen ähnlichen Effekt wie eine aktive Radaufhängung hat, ohnehin nie richtig zum Laufen brachte, sollte weniger unter der Abschaffung leiden als andere.

Im Nachhinein muss man sagen, dass sich die Auswirkungen auch in Ungarn in Grenzen hielten. Dieser Ansicht ist auch Williams-Chefingenieur Rob Smedley. "Ich glaube nicht, dass sich dieser Kurs in Hinblick auf FRIC von Hockenheim unterschieden hat", sagt der langjährige Renningenieur von Felipe Massa. "Die Veränderungen, die wie hier gesehen haben, hatten eher mit den Autos zu tun."

Was er damit genau meint? "Hier benötigt man viel Abtrieb, man muss viel Reifentemperatur generieren, was mit dem Abtrieb zu tun hat - Luftwiderstand und Motorleistung sind etwas weniger wichtig. Die Veränderung im Kräfteverhältnis hat also eher mit der Streckencharakteristik als mit FRIC zu tun."

Williams leidet kaum unter der Abschaffung des Systems. Ganz wettgemacht hat man den Verlust aber noch nicht. "Wir sind in Deutschland sehr gut mit dem Wechsel von FRIC auf Nicht-FRIC zurecht gekommen", bestätigt Smedley. "Wir sind bei 80 Prozent und haben die verbleibenden 20 Prozent, die uns noch fehlen, identifiziert. Es ist also noch nicht komplett aussortiert, aber in Spa werden wir es wahrscheinlich geschafft haben."

Fotoquelle: xpbimages.com

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