Luca Marmorini muss aufgrund der schlechten Saison gehen

Formel 1 2014

— 31.07.2014

Ferrari bestätigt Trennung von Marmorini

Was lange schon als sicher galt, ist nun auch offiziell: Ferrari trennt sich von Motorenchef Luca Marmorini und setzt stattdessen auf die Dienste von Mattia Binotto



'Motorsport-Total.com' hatte es schon vor Tagen vermeldet, nun bestätigt auch Ferrari den Abgang von Motorenchef Luca Marmorini offiziell. Der Italiener muss nach den enttäuschenden Auftritten der Scuderia und seiner Kundenteams Sauber und Marussia seinen Hut nehmen und wird durch Mattia Binotto ersetzt - allerdings nicht eins zu eins: Binotto wird offiziell Operativer Geschäftsführer.

Marmorini, offiziell Direktor Antrieb und Elektronik, arbeitete bereits von 1990 bis 1999 bei Ferrari und wechselte dann zu Toyota, wo er ebenfalls für die Motoren zuständig war. Nach dem Formel-1-Ausstieg der Japaner kehrte der Italiener wieder zur Scuderia zurück, wo er bis zuletzt tätig war. Doch die unglückliche Saison 2014 kostet ihn nun seinen Job.

Marmorini wurde angelastet, wichtige Entwicklungen beim Wechsel auf die 1,6-Liter-V6-Turbos verpasst zu haben. Die Anordnung der diversen Elemente des Antriebs sei wenig optimal, die Größe des Turboladers nicht passend und das Auspuffsystem wenig ausgereift, heißt es. Für diese angeblichen Fehler in der Planung und Entwicklung des Triebwerks muss der 53-jährige Italiener nun die Konsequenzen tragen.

Derweil teilt Ferrari mit, dass Technikchef James Allison weiter für das gesamte Auto zuständig ist und weiterhin von Chefdesigner Nikolas Tombazis und Motorendesigner Lorenzo Sassi unterstützt wird. Sassi war ebenfalls als Nachfolger von Marmorini gehandelt worden, verbleibt allerdings in seiner alten Position. Kein Wort verliert Ferrari derweil über Chefingenieur Pat Fry, um den es ebenfalls Trennungsgerüchte gibt.

Mit dem Ausscheiden von Marmorini aus dem Ferrari-Team geht die Umstrukturierung bei den Roten aus Maranello in die nächste Runde. Im April musste bereits Teamchef Stefano Domenicali seinen Hut nehmen und wurde von Marco Mattiacci abgelöst.

Fotoquelle: Ferrari

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