Angesichts der Umstände hält Christian Horner die Erfolge für außergewöhnlich

Formel 1 2014

— 05.08.2014

Horner: Red-Bull-Erfolge 2014 über den Erwartungen

Für Teamchef Christian Horner steht fest, dass Red Bull mit zwei Siegen über den Erwartungen liegt - Das Motorendefizit soll in der zweiten Hälfte ausgeglichen werden



Zwei Siege, sieben Podestplätze, Platz zwei in der Konstrukteurs-WM: Zwar ist Red Bull mit dieser Bilanz bei weitem nicht an den Erfolgen der vergangenen Jahre dran, dennoch ist Teamchef Christian Horner der Auffassung, dass sein Rennstall gerade aufgrund des Motorenhandicaps in der ersten Saisonhälfte über den Verhältnissen operiert hat. "Wenn man das theoretische Handicap in Betracht zieht, dann ist das, was wir in der ersten Hälfte des Jahres erreicht haben, wirklich bemerkenswert", hält der Brite gegenüber 'Autosport' fest.

"Zwei Rennen zu gewinnen, aus der ersten Reihe zu starten und Podestplätze einzufahren, ist ein bemerkenswerter Erfolg", betont er weiter. Zwar ist auch dem 40-Jährigen bewusst, dass Red Bull eigentlich mehr Erfolg gewohnt ist, doch sein Team habe sich nach dem miserablen Testwinter nicht entmutigen lassen und den Karren wieder aus dem Dreck gezogen. "Es gibt also viel Positives, das wir aus der ersten Saisonhälfte ziehen können."

Festhalten muss man allerdings, dass bei den beiden Siegen von Daniel Ricciardo jeweils glückliche Umstände dazu geführt haben, dass der Australier als Erster über den Zielstrich fahren konnte. In Kanada bekamen die souverän führenden Mercedes-Boliden plötzlich Bremsprobleme, in Ungarn sorgten Wetterkapriolen und zwei Safety-Car-Phasen dafür, dass Nico Rosberg seine Pole-Position nicht in einen weiteren Sieg umwandeln konnte.

In der Sommerpause will man sich zusammen mit Renault weiter an die dominierenden Silberpfeile heranschieben. Doch dem Motorenhersteller fehlen laut Horner weiterhin rund 65 PS auf die Mercedes-Aggregate, die nicht so einfach aufzuholen sind. "Das wird nicht über Nacht gelingen, aber sie können den Weg dazu bereiten", sagt der Brite, der hofft, dass der französische Motorenhersteller das Leistungsdefizit in der zweiten Saisonhälfte zumindest ein wenig schließen kann.

Zuletzt war der Abstand zu den Mercedes-befeuerten Teams nicht mehr ganz so groß, was laut Horner auch mit den Umstrukturierungen bei Renault zu tun habe. "Nach dem Managementwechsel ist man bei Renault nun offen zu akzeptieren, dass es Probleme gibt und dass sie sich verbessern müssen. Dazu schauen sie auf alle Bereiche", sieht der Red-Bull-Teamchef ermutigende Zeichen. Doch nun müssen die nächsten Schritte kommen: "Bei der neuen Technologie gibt es immer noch ein paar niedrig hängende Früchte, in die sich Renault hineinbeißen können sollte."

Nach elf von 19 Saisonrennen hat Red Bull auf Rang zwei der Konstrukteurs-WM bereits 174 Zähler Rückstand auf Mercedes. Daniel Ricciardo liegt in der Fahrerwertung auf Rang drei auf der Lauer. Dem Australier fehlen 71 Punkte auf Spitzenreiter Nico Rosberg, doch aufgegeben hat der Toro-Rosso-Aufsteiger den WM-Titel noch lange nicht, denn immerhin wartet auch noch das Saisonfinale von Abu Dhabi auf die Piloten, bei dem es doppelte Punkte zu gewinnen gibt.

Fotoquelle: xpbimages.com

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