Toto Wolff fand die Formel 1 vor 30 Jahren anscheinend nicht so spannend

Formel 1 2014

— 11.08.2014

Wolff: "Früher war die Formel 1 viel langweiliger"

Toto Wolff hat sich mit der ständigen Kritik an der Formel 1 immer noch nicht abgefunden und findet, dass die Rennen früher eigentlich viel langweiliger waren



Das Rennen in Ungarn vor gut zwei Wochen war eines der spannendsten der vergangenen Jahre. Spektakuläre Szenen, tolle Überholmanöver und packende Ungewissheit haben sich zu einem aufregenden Grand Prix gepaart. Die Formel 1 2014 zeigt tollen Motorsport, doch nach außen hin wird das häufig nicht wahrgenommen. In den Medien dominieren Kritik am Sport wegen fehlendem Sound, Langeweile durch Mercedes-Dominanz oder das Sterben der Traditionsstrecken.

Besonders von internen Figuren wie Sebastian Vettel oder Luca di Montezemolo wird die Königsklasse immer wieder schlechter gemacht als sie ist. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff äußerte sich jüngst dahingehend, dass ihm das Schlechtgerede an die Nieren gehe. Er kann die ganze Kritik an der neuen Formel 1 nicht verstehen, schon gar nicht die Sehnsucht nach der alten Formel 1. Denn die sei laut ihm eigentlich überhaupt nicht interessanter gewesen, wie er gegenüber 'formula1.com' erzählt.

"Ich habe kürzlich das Saisonfinale 1984 in Portugal gesehen, ich kam nach ungefähr einem Drittel hinzu. Diese Rennen waren viel langweiliger. Man konnte die Motoren am TV nicht hören, weil es ebenfalls Turbos waren, und die einzigen Überholmanöver waren Überrundungen", sagt er. Heutzutage sei dies anders: "Ich denke, wir haben ein großartiges Produkt und einige großartige Rennen." Doch dem Österreicher ist auch bewusst, dass nicht jedes einzelne Rennen großartig sein kann: "Aber ist jedes Fußball-Match großartig? Nein."

Natürlich kann Wolff auch einige Kritikpunkte verstehen. In einigen Versuchen, den Sport zu verbessern, sei man vielleicht etwas über das Ziel hinausgeschossen. Die doppelten Punkte beim Saisonfinale sind beispielsweise ein Thema, das bei Fahrern und Fans gleichermaßen schlecht wegkommt. "Vielleicht ist das nicht richtig", muss auch der Mercedes-Mann eingestehen, sagt aber: "Lasst es uns einmal versuchen und dann darüber richten, ob wir etwas falsch gemacht haben oder nicht. Ist es pur und simpel, wie die Formel 1 sein sollte? Nein, das ist es nicht, und ich bin dagegen. Aber vielleicht mögen wir es, nachdem wir es einmal ausprobiert haben."

Unabhängig der Diskussionen ist die Formel 1 für Wolff immer noch der Höhepunkt des Motorsports - inklusive der besten Fahrer und der besten Autos. Dass es durch die neue Technologie nun eine größere Verbindung zu Straßenwagen gibt, ist für den 42-Jährigen zusätzlich von Vorteil, denn so könne Mercedes einen direkten Nutzen daraus ziehen. "Das ist kein Marketing-Gag sondern Realität", sagt er und könnte sich vorstellen, dass in Zukunft noch weitere Hersteller den Weg der Silberpfeile gehen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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