Sauber könnte in Zukunft enger mit Ferrari zusammenarbeiten

Formel 1 2014

— 12.08.2014

Wie Kaltenborn Sauber wieder auf Vordermann bringen will

Teamchefin Monisha Kaltenborn könnte sich vorstellen, dass Sauber die Rolle als Individualist aufgibt, um wieder den Anschluss zu finden, und fordert mehr Mut



Im Vorjahr mutierte Sauber im Laufe der Saison zum Favoritenschreck, 2014 fuhr man zu Saisonbeginn aber überraschenderweise hinterher. Noch überraschender war allerdings, dass es der Truppe aus Hinwil bis zur Sommerpause nicht wirklich gelang, das Ruder herumzureißen. In Ungarn zeigte man zwar einen leichten Formanstieg, doch einmal mehr schafften es Adrian Sutil und Esteban Gutierrez nicht, in die Punkteränge zu fahren - damit sitzt man weiterhin auf dem vorletzten Tabellenrang hinter Marussia fest.

Es ist kein Geheimnis, dass Sauber in einer kritischen finanziellen Situation steckt - das gilt als Hauptgrund, warum sich die Traditionstruppe so schwer tut, sich aus der misslichen Lage zu befreien. Doch auch Teams wie Force India verfügen über kein großes Budget, schlagen sich aber deutlich besser als die Schweizer. Das Geheimnis war eine jahrelange technische Partnerschaft mit McLaren, zudem spart man Kosten, indem man auf zahlreiche Zulieferer baut.

Kein Wunder, dass Teamchefin Monisha Kaltenborn nun ein Umdenken anregt. "Was wir anders machen - und darin ähneln wir historisch gesehen dem Williams-Team - ist, dass wir immer sehr viel selbst gemacht haben", erklärt die Österreicherin gegenüber 'Autosport'. "Wir sind dadurch nicht so sehr von der Zusammenarbeit mit anderen Teams abhängig, weil wir die Dinge selber machen. Diesmal haben wir aber nicht die richtige Richtung eingeschlagen. Und diesbezüglich müssen wir vielleicht unsere Denkweise ändern, weil sie vielleicht überholt ist."

Kaltenborn deutet an, dass es möglicherweise aus Kostengründen effektiver wäre, die Zusammenarbeit mit Ferrari zu intensivieren. "Möglicherweise wäre es anhand der Anforderungen und der Komplexität des Autos sinnvoll, in einigen Bereichen mit einem anderen Team zusammenzuarbeiten", nennt sie das neue Reglement als Hauptgrund für den Meinungsumschwung.

Kurzfristig gilt es aber nun, die Saison zu retten und endlich in die Punkteränge zu fahren. Der Weg dorthin führt laut Kaltenborn über eine aggressivere Herangehensweise. "Wir müssen vielleicht mehr Mut haben und andere Wege gehen", sagt sie. "Das Auto hat Potenzial, das wir freimachen müssen, indem wir die Daten besser verstehen und dadurch mehr Verständnis über das Auto gewinnen."

Diesbezüglich müsste Sauber eigentlich von seinen hervorragenden technischen Einrichtungen profitieren. Darauf setzt auch Kaltenborn: "Wir haben auf jeden Fall die Werkzeuge, wir müssen an unseren Ressourcen arbeiten, und wenn das funktioniert, dann benötigen wir den Mut, um etwas anderes zu machen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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