Die IndyCar-Serie bietet nicht nur im Oval reichlich Action: Montoya (2) mittendrin

Formel 1 2014

— 13.08.2014

Montoyas Rat: US-Racing als Vorbild für die Formel 1

IndyCar-Rückkehrer Juan Pablo Montoya rät Bernie Ecclestone und Co. sich in puncto Fankultur ein Beispiel an der US-Szene zu nehmen: Sound als Wegbereiter?



Die Schlagzeilen, denen sich die Formel 1 seit Saisonbeginn gegenübergestellt sah und noch immer sieht, waren und sind nicht immer positiv. Vor dem Hintergrund der weitreichenden Regeländerungen, deren Kernpunkt der Wechsel vom V8-Saugmotor zum V6-Turbo mit komplizierten Energierückgewinnungs-Systemen war, gab es Kritik von allen Seiten: Die "neue" Formel 1 sei zu sehr auf Effizienz getrimmt, habe nur noch wenig mit Motorsport zu tun. Der Sound der neuen Antriebseinheiten sei zu leise und der Formel 1 nicht würdig. Die Fans würden zu kurz kommen und sich abwenden.

Enttäuschend niedrige Zuschauerzahlen wie etwa beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim scheinen das negativ geprägte Bild der "neuen" Formel 1 zu bestätigen. Im Bemühen, die selbsternannte Königsklasse des Motorsports wieder mit positiven Schlagzeilen ins Bewusstsein der Fans zurückzurufen, rät Ex-Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya den Verantwortlichen um Bernie Ecclestone und Co., sich ein Beispiel an US-Racing-Szene zu nehmen.

"Sie müssen sich vor Augen führen wie es in der InyCar-Serie gehandhabt wird. Ich finde, hier kümmert man sich am besten um die Fans", so Montoya, der nach sieben NASCAR-Jahren inzwischen wieder im US-Formelsport aktiv ist und das durchaus erfolgreich. Drei Rennen vor Schluss der Saison liegt der für Penske startende Kolumbianer auf Rang fünf der Gesamtwertung. Anfang Juli feierte er in Pocono seinen ersten Sieg seit dem Triumph beim NASCAR-Rennen in Watkins Glen im August 2010.

Autogrammstunden mit allen Fahrern sind im IndyCar-Fahrerlager seit Jahren gang und gäbe. Auch auf der Strecke liegt der Fokus in den USA nicht auf dem technischen Wettbewerb allein, sondern vielmehr darauf, den Zuschauern etwas für ihr Eintrittsgeld zurückzugeben. "In der NASCAR versteht man es am besten, dass es unterm Strich um eine Show geht. In der Formel 1 denkt man europäisch und sieht das Ganze eher als Sport. Es ist ja auch ein Sport, aber die Art und Weise, wie er aufgezogen wird, muss den Fans zusagen", sagt Montoya gegenüber unseren Kollegen von 'Autosport'.

Im Umfeld der dröhnenden V8-Motoren hat der Kolumbianer noch etwas gelernt und rät den Formel-1-Verantwortlichen vor dem Hintergrund der Geräuschkulisse in den US-Ovalen: "Zuallererst muss die Formel 1 den Sound ändern."

Fotoquelle: IndyCar

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