Wenn es in der Formel 1 kracht, dann sollte man laut Andretti meist ein Auge zudrücken

Formel 1 2014

— 13.08.2014

Andretti gegen Strafen: "Sie sind die Besten, lasst sie fahren!"

Mario Andretti verachtet Strafen in der Formel 1, außer es handelt sich um ein "unverfrorenes" Manöver wie von "Schumi" gegen Barrichello in Ungarn 2011



Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzender Niki Lauda hat gegen die inflationären Strafen in der Formel 1 erfolgreich mobil gemacht. Der dreifache Weltmeister regte an, dass von den Rennkommissaren nach strittigen Manövern weniger eingegriffen wird, um die Rennen spannender und weniger künstlich zu machen.

Ab dem Grand Prix von Deutschland beherzigte die FIA Laudas Vorschlag - mit Erfolg. Die Piloten schreckten vor aggressiven Manövern nicht zurück, zwei aufregende Grands Prix in Hockenheim und Budapest waren die Folge. Nun erhält Lauda von seinem ehemaligen Konkurrenten Mario Andretti Rückendeckung.

Andretti argumentiert: Niemand will kollidieren

Auch der US-Amerikaner ist der Ansicht, dass ein ständiges Eingreifen der Rennkommissare dem Sport nicht gut tut. "Auf diesem Niveau verachte ich es wirklich, wenn die Offiziellen in vielen Situationen, die sie 'vermeidbarer Zwischenfall' nennen, aktiv werden", sagt er gegenüber 'Formula1.com'. "Es handelt sich hier um die besten Jungs - lasst sie doch Rennen fahren!"

Andretti fürchtet nicht, dass zahlreiche gefährliche Kollisionen die Folge sind, wenn man die Fahrer von der Leine lässt. "Wenn jemand einen Fehler macht und es zu einer Berührung kommt, dann will das doch niemand", argumentiert der Weltmeister 1978, dass die Piloten durch eine Beschädigung ihrer Boliden ohnehin bestraft werden.

"Schumi"-Manöver ging Andretti zu weit

In Ausnahmefällen findet er Bestrafungen allerdings gerechtfertigt und verweist auf den Grand Prix von Ungarn 2010, als Michael Schumacher Rubens Barrichello gegen die Boxenmauer drängte: "Dieses Manöver war so unverfroren, dafür musste man ihm den Hintern versohlen. Aber alles andere - lasst die Jungs in Ruhe!"

Andretti glaubt, dass die Fahrer Unfälle wie zwischen Felipe Massa und Sergio Perez untereinander regeln würden, wenn sie keine Strafen dafür kassieren: "Glaubt mir - Fahrer, die einen Fehler gemacht haben, wissen, wer mehr Schuld trägt. Sie sollten sich also selbst darum kümmern. Sie treffen einander ohnehin bei der Fahrerbesprechung."

In den Nachwuchsklassen müsse man vielleicht manchmal erzieherische Maßnahmen ergreifen, aber in der Formel 1 "sollten sich die Offiziellen heraushalten, wenn es um Strafen wegen Blockierens oder ähnlichen Dingen geht, außer es ist wirklich, wirklich schlimm."

Fotoquelle: xpbimages.com

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