Lewis Hamilton und Nico Rosberg gönnen sich in diesem Jahr nichts auf der Strecke

Formel 1 2014

— 15.08.2014

Mercedes und die Umkehrung der Schumacher-Ära

Während es zu Ferrari-Zeiten von Michael Schumacher noch eine klare Rangfolge im Team gab, versucht Mercedes, das entgegengesetzte Prinzip zu etablieren



Auch wenn es seit dem Formel-1-Comeback im Jahr 2010 vielleicht nicht immer deutlich geworden ist: Mercedes vertritt grundsätzlich die Meinung, dass Stallorder im Motorsport nichts zu suchen hat. So lässt das Team seine Fahrer auch in dieser Saison (zumeist) frei gegeneinander fahren, obwohl sich Nico Rosberg und Lewis Hamilton auf der Strecke nichts schenken. Doch wie man's macht, macht man's falsch - zumindest manche scheinen sich am silbernen Freifahrtschein zu stören.

"Zu Saisonbeginn waren die Leute überrascht, dass wir keinerlei Teamorder ausgegeben, und es gab leise Kritik an uns, ob wir Idioten wären, weil wir unsere Fahrer nicht maßregeln", erklärt Technikchef Paddy Lowe gegenüber 'Autosport'. "In Bahrain hieß es sogar: 'Ihr müsst das jetzt stoppen, schaut doch nur, wie sie miteinander umgehen.'" Tatsächlich kämpften Hamilton und Rosberg in jener Wüstennacht bis aufs Messer, zu einem Unfall oder ähnlichem kam es jedoch nicht. Ergebnis: Eines der spannendsten Rennen der vergangenen Jahre.

Lowe versteht deshalb die Welt nicht mehr: "Die Leute meinen sogar, es sei fast schon eine Umkehrung dessen, wie es sein sollte." Der Brite glaubt, dass diese Denkweise von jener Ära Anfang der 2000er-Jahre herrührt, in der Michael Schumacher bei Ferrari einen unangefochtenen Nummer-1-Status innehatte und diesen Zustand gewissermaßen salonfähig gemacht hat. "Vor dieser Ära hätte niemand auch nur darüber nachgedacht", ist sich Lowe sicher.

Fotoquelle: xpbimages.com

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