Piero Ferrari kann der Formel 1 heutzutage nichts abgewinnen - wie sein Vater wohl

Formel 1 2014

— 18.08.2014

Piero Ferrari: "Enzo würde sich im Grabe umdrehen"

Piero Ferrari ist überzeugt davon, dass sein Vater Enzo die aktuelle Formel 1 nicht leiden würde und wünscht der Scuderia eine lange Zeit mit Fernando Alonso



Die Sommerpause hat seit vielen Jahren Bestand in der Formel 1. Doch nicht immer mussten die Fabriken dabei für zwei Wochen stillstehen. Erst vor wenigen Jahren wurde die Regelung eingeführt, um einerseits Kosten zu sparen und andererseits den Mitarbeitern in den Werken eine wohlverdiente Pause zu gönnen. Während die Pause für einige Teams ganz gelegen kommt, würden andere am liebsten durcharbeiten, um ihren Rückstand zu verkleinern.

Besonders Ferrari würde sich am liebsten Tag und Nacht darum kümmern, den Anschluss an Mercedes, Red Bull oder Williams wieder herzustellen. Doch auch der Scuderia sind die Hände im Sommer zwei Wochen lang gebunden, und es gibt einen, dem das ganz und gar nicht gefallen würde: Firmengründer Enzo Ferrari. "Mein Vater würde sich im Grabe umdrehen", erzählt dessen Sohn Piero Ferrari im Blog von Leo Turrini.

Der "Commendatore" hasste nämlich Ferien und freie Zeit. "Er freute sich wie ein Kind an Weihnachten, wenn er in Fiorano einen Test auf den 15. August ansetzen konnte", sagt Ferrari weiter. Doch heutzutage sind die Teams in ihren Möglichkeiten viel zu eingeschränkt, egal ob in Sachen Test oder einfach bei der Anzahl der Motorenteile oder der Verteilung der Getriebeübersetzung - etwas, was nicht nur Enzo sondern auch Piero absolut nicht leiden kann. "Es fällt mir schwer, mich mit der modernen Formel 1 zu identifizieren", winkt der Italiener ab.

Zumindest fangen die meisten Teams nach zwei Wochen Pause nun wieder mit der Arbeit an, bevor am kommenden Wochenende der Große Preis von Belgien auf dem Programm steht und die Motoren wieder heulen. Doch in Belgien, wo Ferrari bereits einige große Siege hat feiern können, sieht es für die Scuderia wieder einmal nicht so rosig aus. Der F14 T ist kein Zauberauto, und Fernando Alonso und Kimi Räikkönen mühen sich durch die Saison.

Das ist natürlich auch Piero Ferrari nicht entgangen: "Es hilft nichts, darum herum zu reden, wir liegen hinten. Aber ich weiß, dass sich die harte Arbeit aller im Werk auszahlen wird", ist er überzeugt. "Und ich fände es traurig, wenn man erstmals seit rund zwanzig Jahren eine Saison ohne Sieg abschließen würde." Doch die Zeichen verdichten sich mit den dominanten Mercedes immer mehr, dass der Fall Realität werden könnte.

Kimi Räikkönen hat bislang kein Bein auf den Boden bekommen können und liegt nur auf Rang zwölf der Gesamtwertung. Besser macht es da Teamkollege Fernando Alonso, der immerhin zweimal auf dem Podest stand und Gesamtvierter ist. Der Spanier ist aktuell Ferraris Retter, der das triste Jahr der Roten wenigstens hin und wieder etwas glänzender macht. Nicht nur deshalb hofft Piero Ferrari, dass der Ex-Weltmeister noch lange beim Team bleibt.

"Ich hoffe, er bleibt bis zu seinem Karriereende bei Ferrari", sagt er. "Ich bleibe überzeugt davon, dass Alonso für uns der richtige Mann ist. Wir müssen ihm und Kimi nur ein konkurrenzfähiges Auto geben." Doch in Spa dürfte es auch für Alonso erneut schwer werden mit dem Sieg, da könnte vielleicht nur der Spa-Meister persönlich helfen: Michael Schumacher. Ferrari schwärmt: "Schumi in Spa war der Beste seiner Generation. Es war vielleicht kein Zufall, dass sein Formel-1-Abenteuer genau hier in Belgien begonnen hat..."

Fotoquelle: xpbimages.com

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