Erfolg gewünscht: Marco Mattiacci will das Gesicht von Ferrari weiter verändern

Formel 1 2014

— 20.08.2014

Mattiacci kündigt Wandel an: "Ferrari wird anders aussehen"

Teamchef Marco Mattiacci will das Gesicht von Ferrari weiter verändern und kündigt weitere Maßnahmen an - Das gegenseitige Schuldzuschieben geht ihm auf den Keks



Bei Ferrari läuft es nicht rund. Zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren steht der Scuderia eine sieglose Saison ins Haus. Zwar gelang Fernando Alonso vor der Sommerpause in Ungarn beinahe der Überraschungscoup, doch es benötigt schon ein außergewöhnliches Rennen, damit die Roten nicht zum ersten Mal seit 1993 ohne einen Sieg aus der Saison gehen.

Doch in Maranello rüstet man bereits für die Zukunft vor. Damit man schon bald wieder auf die Siegerstraße zurückkehren kann, hat sich bei Ferrari personell einiges getan. Vor kurzem musste Motorenchef Luca Marmorini seinen Hut nehmen, nachdem vor wenigen Monaten schon Teamchef Stefano Domenicali Platz für Marco Mattiacci machen musste. Seit der Nachfolger im Amt ist, laufen die Umstrukturierungen auf Hochtouren.

"Das sind sehr wichtige Änderungen", erklärt der Neu-Teamchef bei 'Autosport'. "Uns ist klar, wo wir hin wollen." Das bedeutet auch, dass in naher Zukunft noch weitere strukturelle Maßnahmen getroffen werden. "Ich weiß nicht, ob man die Veränderungen groß nennen kann, aber sie werden wichtig sein. Ich denke, dass Ferrari anders aussehen wird. Und die Geschichte wird zeigen, ob wir auch besser sein werden."

Mattiacci bestätigt, dass die Veränderungen auch nicht vor hohen Stellen innerhalb der Ferrari-Familie halt machen werden - vor allem in kultureller Hinsicht. Ferrari will alles anders machen. Um wieder zu gewinnen, dürfe man nicht so weitermachen wie bisher, sondern müsse mehr Risiken eingehen, bestmöglich zusammenarbeiten, miteinander reden und mutig sein. "Das sind die wichtigsten Dinge für mich", sagt Mattiacci.

Was sich nebenbei aber auch noch ändern müsse, meint Mattiacci, ist die Veranlagung bei Ferrari, dass sich die einzelnen Abteile gegenseitig die Schuld zuschieben. Seit seinem Amtsantritt sei ihm aufgefallen, wie sehr die einzelnen Bereiche die Schuld bei den anderen sehen. "Ich mag es nicht, wenn die Motorenleute in den ersten fünf Minuten mit mir über das Chassis reden. Und ich mag nicht, dass die Chassisleute über die Motoren reden. Wir reden über das Auto", stellt er klar.

"Jeder muss die Verantwortung über das Auto teilen. Es gibt kein 'wir haben es besser als ihr gemacht' oder 'wir haben das gemacht, weil du uns darum gebeten hast'", sagt er weiter. "Jeder ist auf gleiche Weise für das Auto verantwortlich." Aktuell liegt Ferrari mit 142 Punkten auf Rang drei der Teamwertung. Fernando Alonso holte mit Rang zwei in Ungarn das beste Ergebnis der Saison.

Fotoquelle: xpbimages.com

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