Die Renault-Teams Toro Rosso und Lotus befinden sich beim Antriebsstrang am Limit

Formel 1 2014

— 21.08.2014

Thema Antriebsstrang: Erste Rückversetzungen drohen

Die Piloten von Lotus und Toro Rosso stehen kurz vor einer Rückversetzung in der Startaufstellung, auch Piloten der Topteams müssen sich bald Gedanken machen



Mit dem Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps nimmt die Formel 1 an diesem Wochenende wieder Fahrt auf. Die nach dem Grand Prix von Ungarn Ende Juli eingeleitete Sommerpause liegt hinter Teams und Fahrern. Am Sonntag werden wieder WM-Punkte vergeben.

Doch die Punkte für die Fahrer- und Konstrukteurswertung sind nicht die einzigen Zahlen, denen Beachtung geschenkt wird beziehungsweise geschenkt werden muss. Einige Piloten stehen nach bisher elf von 19 gefahrenen Rennen in dieser Saison kurz davor, Strafen zu kassieren. Hintergrund ist die im Reglement vorgesehene Maximalanzahl von benutzen Exemplaren einzelner Module des Antriebsstrangs.

So wird der Antriebsstrang in sechs verschiedene Module gegliedert: Verbrennungsmotor, Motorgenerator Kinetik (MGU-K), Motorgenerator Wärme (MGU-H), Energiespeicher, Turbolader und Steuerungselektronik. Von jedem dieser sechs Module dürfen im Verlauf einer Saison maximal fünf Exemplare verwendet werden. Bei Überschreitung gibt es eine Strafe.

Benötigt ein Fahrer ein sechstes Exemplar eines dieser Module, wird er in der Startaufstellung um zehn Plätze nach hinten versetzt. Jeder weitere Einsatz eines sechsten Exemplars hat eine Rückversetzung um fünf Plätze zur Folge. Sollte ein siebtes Exemplar eines Moduls notwendig werden, geht es für den betreffenden Fahrer erneut zehn Startplätze nach hinten. Jedes weitere siebte Exemplar hat wiederum fünf verlorene Startplätze zur Folge und so weiter.

Strafenübertrag auf maximal ein zweites Rennen

Neu ist in dieser Saison, dass Rückversetzungen in der Startaufstellung übertragen werden. Das heißt, qualifiziert sich ein Fahrer für Startplatz 16 und fängt sich eine Rückversetzung um zehn Startplätze ein, startet er beim betreffenden Rennen vom 22. und somit letzten Startplatz. Da in diesem Fall nur sechs der zehn "Strafplätze" beglichen wurden, werden die fehlenden vier beim darauffolgenden Rennen angerechnet.

Sollte auch nach zwei Rennen das Kontingent der "Strafplätze" noch nicht beglichen worden sein, weil der Fahrer beispielsweise im Qualifying jeweils 20. wurde, dann gibt es keinen weiteren Übertrag. Übertragend wirkt sich eine Rückversetzung maximal für ein zweites, nicht aber für ein drittes oder mehr Rennen aus. Grundsätzlich gilt: Der Wechsel des kompletten Antriebsstrangs und somit aller sechs Module auf einen Schlag hat einen Start aus der Boxengasse zur Folge.

Lotus und Toro Rosso am Limit

Folgende Fahrer haben nach elf Rennen bereits fünf Exemplare eines oder mehrerer Module benutzt und werden im Falle der Nutzung eines weiteren Exemplars eines der genannten Module nach hinten versetzt: Romain Grosjean (Turbolader), Pastor Maldonado (Verbrennungsmotor, Turbolader, MGU-K und MGU-K), Jean-Eric Vergne (MGU-K), Daniil Kwjat (Verbrennungsmotor und MGU-K). Auffällig: Alle vier Fahrer haben einen Renault-Antriebsstrang im Rücken.

Sebastian Vettel, Daniel Ricciardo, Fernando Alonso, Kimi Räikkönen, Adrian Sutil, Esteban Gutierrez, Jules Bianchi, Max Chilton, Andre Lotterer (Kontingent von Kamui Kobayashi) und Marcus Ericsson haben vor dem ersten Freien Training in Spa-Francorchamps von mindestens einem Modul vier Exemplare benutzt.

Fotoquelle: xpbimages.com

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