Nico Rosberg und Lewis Hamilton sind dieses Jahr nicht mehr die besten Freunde

Formel 1 2014

— 21.08.2014

Rosberg: "Werde künftig dementsprechend handeln"

Nach dem Duell zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton in Ungarn hat Mercedes die Situation besprochen - Der Deutsche hat offenbar seine Lehren gezogen



Die entspannende Sommerpause neigt sich dem Ende, doch bei Mercedes dürfte es intern noch immer ein wenig brodeln. Grund ist die missachtete Teamorder von Lewis Hamilton beim Großen Preis von Ungarn vor Beginn des vierwöchigen Urlaubs. Wie Teamkollege Nico Rosberg berichtet, hat sich das Team nach dem Rennen zusammengesetzt und über die Situation gesprochen. Zwar will der Deutsche nicht erneut Öl ins Feuer gießen, völlig zufrieden wirkt er jedoch auch nicht.

"Sorry, aber ich würde da gern nicht zu sehr ins Detail gehen", versucht Rosberg dem ungeliebten Streitthema aus dem Weg zu gehen. "Wie ich schon sagte: Wir haben uns zusammengesetzt und alles besprochen, was nach einer solchen Situation auch wichtig ist." Schon diese Aussage lässt vermuten, dass der Ungehorsam seines Teamkollegen den WM-Führenden nicht völlig kalt gelassen hat.

Rosberg war während des Grand Prix in Budapest gegen Rennmitte mit frischeren Reifen auf seinen Teamkollegen aufgelaufen. Der Mercedes-Kommandostand funkte den Briten daraufhin an, er möge seinen Teamkollegen vorbeilassen. Hamilton hielt allerdings recht wenig von dieser Idee und gab zu verstehen, Rosberg müsse schon in Schlagdistanz kommen, damit er ihn vorbeilasse. Das schaffte der geborene Wiesbadener jedoch nicht, obwohl er zuvor deutlich schneller war, und Hamilton mit dem Hauptrivalen im Nacken sogar langsamer noch fuhr.

Der Weltmeister von 2008 räumte nach dem Rennen ein, dass sein oberstes Ziel gewesen sei, bis Rennende vor Rosberg zu bleiben, und dass er dies nur so hätte erreichen können. Viel wurde anschließend darüber diskutiert, ob diese Entscheidung Hamiltons gutes Recht gewesen sei oder eben nicht. Zumal Rosberg 2013 in Malaysia unter ähnlichen Voraussetzungen den Anweisungen des damaligen Teamchefs Ross Brawn gehorchte.

Feuer nicht weiter anfachen

Interessant wäre es nun zu wissen, wie die internen Gespräche bei Mercedes ausgegangen sind. Zwar will Rosberg dazu nichts sagen, dennoch verrät er zumindest, dass der Zweikampf mit Hamilton gewisse Konsequenzen für sein eigenes Verhalten haben wird: "Natürlich habe ich einige Dinge aus dem Rennen mitgenommen und werde künftig dementsprechend handeln." Alles andere behält er lieber für sich: "Es gab ein paar Turbulenzen in den Medien. Da wäre es wenig sinnvoll, wenn ich das noch weiter anheizen würde. Es ist besser, wenn dieses Thema mal abkühlt."

Zeit zum Abkühlen hatte Rosberg nach einer wilden ersten Saisonhälfte, die gekennzeichnet von hitzigen Duellen mit Garagennachbar Hamilton war, eigentlich genug - auch wenn er sie nicht nötig gehabt habe: "na ja, gebraucht nicht wirklich. Nach Ungarn wäre es mir am liebsten gewesen, das nächste Rennen wäre direkt am nächsten Tag gewesen. Es ist nicht so, dass ich dringend Urlaub brauchte." Andererseits sei sein Urlaub, in dem er viel gereist ist und Zeit mit Freunden und Familie verbracht hat, aber auch spitze gewesen.

Besonders der vollständige Shutdown der Fabriken sei wichtig, um abzuschalten: "Ich finde es gut, dass es diese zwei Wochen gibt, in denen wirklich alles geschlossen ist. Denn sonst hast du auch an deinen freien Tagen immer E-Mails vom Team, und es kommt dies und das durch. So hast du wirklich zwei Wochen, in denen absolut nichts passiert, das ist wirklich eine gute Sache - für jeden."

Fotoquelle: xpbimages.com

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