Großer Preis von Belgien: Pre-Events

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Formel 1 2014

— 22.08.2014

Auch nach der Sommerpause: Mercedes an der Spitze

Alles beim Alten in Spa-Francorchamps: Zwei Mercedes führen im ersten Training, der Vorsprung auf Fernando Alonso ist aber gering - Starkes Debüt von Andre Lotterer



Zwar haben praktisch alle Teams eine Vielzahl neuer Teile zum Grand Prix von Belgien gebracht, doch der Dominanz von Mercedes kann das zumindest vorerst nichts anhaben. Im ersten Freien Training in Spa-Francorchamps landeten nämlich wieder Nico Rosberg und Lewis Hamilton auf den ersten beiden Plätzen. Geschrumpft ist aber der Vorsprung auf die Verfolger, denn Fernando Alonso (Ferrari) büßte nur 0,228 Sekunden auf die Bestzeit ein.

Teamintern war Rosberg um 0,097 Sekunden schneller als Hamilton, wobei er die meiste Zeit in der Bus-Stop-Schikane gutmachte, wie Hamilton immer wieder gefunkt wurde. Der drittplatzierte Alonso kam indes nicht ganz ohne Probleme durch die eineinhalb Stunden, sondern blieb nach rund 25 Minuten in der Senke Eau Rouge stehen. Anschließend legte er jedoch einen Gang ein, fuhr zurück zur Box und konnte sein Trainingsprogramm unbehelligt fortsetzen.

Die größte Überraschung des ersten Trainings lieferte aber keiner der Favoriten, sondern Formel-1-Rookie Andre Lotterer, der zwar "nur" 21., wurde, aber auf Anhieb um knapp eine Zehntelsekunde schneller war als sein Teamkollege Marcus Ericsson. Lotterer, amtierender Le-Mans-Sieger, gab frühzeitig technisches Feedback, lamentierte eine mäßige Balance in mittelschnellen Kurven, zeigte sich aber in schnellen Kurven umso mehr zufrieden.

Nur ein Trainingseinsatz für Rossi

Alexander Rossi blieb hingegen hinter seinem Teamkollegen Jules Bianchi zurück, und zwar um eineinhalb Sekunden. Beide Marussia-Piloten waren aber schneller als das Caterham-Duo. Freuen kann sich Rossi darüber nicht, denn während des ersten Trainings wurde bekannt, dass er den Grand Prix von Belgien doch nicht bestreiten darf. Max Chiltons Sponsoren haben offenbar bezahlt, sodass die Besetzung schon zum zweiten Training wieder wechseln wird.

Technische Probleme traten bei Sebastian Vettel auf: "Beim Hochschalten vom zweiten in den dritten und vom dritten in den vierten Gang stimmt etwas nicht", meldete der Red-Bull-Pilot am Funk. Später musste er an der Box bleiben, offenbar wegen eines verbrannten Auspuffs. Nachdem er im Vorjahr in 1:49.331 Minuten Freitagsbestzeit erzielt hatte, wurde er diesmal mit 1,792 Sekunden Rückstand und elf absolvierten Runden lediglich Elfter.

Hülkenberg locker in den Top 10

Etwas besser unterwegs war nicht nur Teamkollege Daniel Ricciardo (9./+1,395), über weite Strecken der Mutigste durch Eau Rouge, sondern auch Nico Hülkenberg (Force India). Für den zweitbesten Deutschen reichte es mit 1,360 Sekunden Rückstand zu Rang acht. Adrian Sutil stand zu Beginn lange in der Sauber-Box, kam dann aber doch noch auf 14 Runden. Letztendlich bedeutete das mit 2,126 Sekunden Rückstand den 14. Platz.

Zufrieden sein dürfen Jenson Button (4./McLaren/+0,827), Kimi Räikkönen (5./Ferrari/+1,241), bei dem die Bremsscheiben und das ERS Probleme bereiteten, Sergio Perez (6./Force India/+1,326) und Kevin Magnussen (7./McLaren/+1,345), deren Teams Aufwärtstendenzen verzeichneten. Williams hingegen brachte mit Valtteri Bottas (+1,595) nur einen Fahrer in die Top 10. "Ich hoffe, dass sie mit viel Sprit gefahren sind und zulegen können", sagt Experte Marc Surer.

Allzu aufschlussreich war das erste Training jedoch nicht, weil viele Teams damit beschäftigt waren, ihre neuen Low-Downforce-Pakete zu testen und die Zeitenjagd daher in den Hintergrund rückte. Auffällig war allerdings, dass es viele kleine Fahrfehler gab - selbst Rosberg und Hamilton blieben davor nicht verschont, und auch Weltmeister Vettel wurde im schwierigen zweiten Sektor mindestens einmal neben der Strecke gesehen...

Fotoquelle: xpbimages.com

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