Wartet auf Geld aus Großbritannien und der Schweiz: Ferrari-Teamchef Marco Mattiacci

Formel 1 2014

— 23.08.2014

Ferrari wartet auf Geld von den Partnerteams

Marussia und Sauber haben ihre Antriebe von Ferrari offenbar nicht bezahlt: Marco Mattiacci spricht beim Teamchef-Meeting ironisch über die Situation



Bei einem Treffen der Teamchefs mit Bernie Ecclestone am Samstag in Spa-Francorchamps wurde deutlich, dass es um die Finanzen von Sauber und Marussia offenbar überhaupt nicht gut bestellt ist. Die beiden Teams haben ihre Antriebe von Ferrari bislang nicht bezahlt. Das ging aus Äußerungen von Ferrari-Teamchef Marco Mattiacci hervor, die dieser nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' im Rahmen des Treffens tätigte.

Mattiacci hat derzeit ein großes Ziel: Der Italiener will seine Mannschaft möglichst schnell wieder an die Spitze führen. Als Schlüssel zu mehr Performance gilt die Verbesserung des Ferrari-Antriebs, der bislang weit hinter dem Mercedes-System zurückhängt. Um schneller wieder siegfähig zu werden, würde Ferrari die Antriebe gern schneller weiterentwickeln. Aus diesem Grund sprach Mattiacci am Samstagmorgen den Wunsch aus, in Sachen Antriebsentwicklung mehr Freiheiten zu bekommen.

Ein Entwicklungswettkampf auf Antriebsseite würde die Kosten für die Einheiten in die Höhe schnellen lassen, mahnte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff in der Sitzung. Man wolle den Kundenteams nicht noch höhere Preise abfordern, so der Österreicher. Mattiacci reagierte mit Süffisanz und Ironie. Der Preis eines Ferrari-Antriebs liege ohnehin bei null, so die Aussage. Was der Italiener damit zum Ausdruck brachte: Der Preis spielt keine Rolle, wenn die Kunden ihn sowieso einfach nicht bezahlen.

Im Zusammenspiel zwischen Sauber und Ferrari hatte es schon im vergangenen Jahr Probleme bei der Bezahlung der Raten gegeben. Die aktuelle Situation bei Marussia scheint noch dramatischer zu sein. Zuletzt konnten offenbar keine Löhne bezahlt werden, Zulieferer warten auf Geld und die Posse um das Cockpit von Max Chilton hatte offenbar den Hintergrund, dass die Familie von Alexander Rossi einen angeblichen Investor an der Hand hatte, der das Team hätte retten sollen. Der Geldgeber trat jedoch nie auf.

Fotoquelle: xpbimages.com

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