Großer Preis von Belgien: Pre-Events

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Formel 1 2014

— 24.08.2014

Trotz Ausfall: Lotterer hat Lust auf mehr

Marcus Ericsson bringt seinen Caterham in Belgien auf Rang 17 ins Ziel, Gaststarter Andre Lotterer strandet in der zweiten Runde: "Ich war bitter enttäuscht"



Grand Prix von Belgien, ein Deutscher erstmals im Formel-1-Auto, beeindruckende Trainings und ein Ausfall nach wenigen Metern im Rennen - Werden da Erinnerungen wach? Wie bei Michael Schumacher 1991, so war auch das Grand-Prix-Debüt von Andre Lotterer in Spa-Francorchamps nur von kurzer Dauer. Der gebürtige Duisburger musste seinen Caterham nach nicht einmal zwei Runden wegen eines defekten Antriebs abstellen.

"Ich bin nicht mal ins Schwitzen gekommen", schmunzelt Lotterer, der nach einem starken Start bereits auf Rang 17 geführt worden war. "Mein Start war gut. Es ist aber nichts anderes als das, was ich so kenne. Der Unterschied war, dass ich fast vom letzten Platz losfahren musste", erklärt der Deutsche im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. Nur zu gern hätte er sein starkes Debüt im Formel-1-Auto mit einer Zielankunft bei seinem Heimrennen in Belgien abgerundet. Dazu kam es jedoch nicht.

"Als ich aus Blanchimont herausfuhr, ist alles ausgegangen - keine Elektrik mehr, ich konnte gar nichts machen", beschreibt Lotterer das frühe Aus. "Ich habe am Anfang versucht zu verstehen, was ich noch machen kann, aber es ging nichts mehr. Natürlich war ich bitter enttäuscht. Ich bin es aus dem Motorsport gewöhnt, dass es manchmal so ist. Dass es ausgerechnet bei meinem ersten Grand Prix so ist, ist natürlich sehr schade. Ich habe so viel Motivation von Leuten und Fans bekommen. Ich muss es aber akzeptieren."

War Ausritt Ursache für den Ausfall?

"Er hat in der zweiten Runde die Power verloren. Es kann sein, dass dies eine Folge von einem Ritt über einen Randstein war", meint Cedrik Staudohar, der die Renault-Antriebe bei Caterham betreut. "Es ist schade, dass Andre so früh aufgeben musste", sagt Teamchef Christijan Albers. "Sein Wochenende war bis dorthin nahe an Perfektion. Er hat uns mit viel gehaltvollem Feedback versorgt, das uns bei der weiteren Entwicklung des Autos helfen wird."

"Ich glaube, dass es in meinem Alter etwas leichter fällt, so etwas wegzustecken. Ich habe eine Karriere etabliert, die nicht von diesem einen Rennen abhängt", hakt Lotterer die herbe Enttäuschung schnell ab. Der Deutsche hat sich mit seinem Auftritt in der Formel 1 in den Fokus gerückt, sicherlich dabei nicht verloren. "Es war gut, dass ich es gemacht habe. Es hat meiner Karriere bestimmt nicht geschadet, auch mir als Mensch und Fahrer nicht. Es war eine schöne Erfahrung", sagt er.

"Es war schon ein gewisses Risiko dabei. Nicht direkt für meine Karriere, aber für meine Reputation als Fahrer", meint der gebürtige Duisburger, der in Belgien aufgewachsen ist und mittlerweile seit vielen Jahren auch in Japan lebt. "In den Jobs bei Audi und in Japan bin ich etabliert. Im schlimmsten Fall hätte ich ein Wochenende lang in der Formel 1 wie ein Idiot ausgesehen, wäre dann aber wieder zurück ins normale Leben gegangen."

Lotterer wartet auf Anruf: Nach Monza und Suzuka?

"Ich glaube, ich habe es ganz gut hinbekommen. Viele Menschen haben ihren Respekt zum Ausdruck gebracht, dass ich hier einfach mal ins Auto springe und mich dieser Herausforderung stelle", fasst Lotterer sein Erlebnis Formel 1 zusammen. Er fügt an: "Es würde mich nicht stören, wenn ich noch eine Chance bekäme." Die Entscheidung über weitere Einsätze liegt beim Team. Gleichzeitig müsste ein zusätzliches Gastspiel in den Rennkalender von Lotterer passen.

"Theoretisch könnte ich in Monza und Suzuka. In Suzuka fahre ich seit zehn Jahren regelmäßig Rennen. Das würde mir am besten gefallen. Wenn sie mich fragen, dann mache ich es", sagt er. "Ich werde nichts bei Audi oder in Japan dadurch aufs Spiel setzen. Meine Priorität liegt bei Audi. Die WEC ist eine großartige Meisterschaft. Da gehöre ich hin. Ich kann dort Rennen gewinnen, sogar in Le Mans. Das ist ein riesiges Ding."

Marcus Ericsson stand am Wochenende in Belgien immer im Schatten seines prominenten Teamkollegen. Der dreimalige Le-Mans-Sieger überstrahlte bei Caterham alles. Klammheimlich bot der Schwede unterdessen im Rennen eine starke Leistung, die mit Rang 17 belohnt wurde. "Er war stark, hat 44 Runden lang gut gekämpft", so Albers. "Ich habe Chilton überholt und die ganze Zeit mit ihm gefightet. Leider hat er mich zwei Runden vor Schluss gepackt. Insgesamt bin ich aber zufrieden", so Ericsson.

Fotoquelle: xpbimages.com

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