Remi Taffin wird in Zukunft noch enger mit Red Bull zusammenarbeiten

Formel 1 2014

— 27.08.2014

Renault: 2015er Motor bereits auf dem Prüfstand

Renault bestätigt, dass man den neuen Motor für 2015 bereits auf dem Prüfstand hat, und dass man seinen Fokus in Zukunft auf Red Bull legen wird



Das Entwicklungsrennen für die Saison 2015 hat längst begonnen. Nicht nur die Teams und Reifenhersteller Pirelli basteln fieberhaft an ihren Plänen für das kommende Jahr, auch die Motorenhersteller haben ihren Fokus bereits auf die nächste Saison gelegt. Zwar arbeitet man bei Renault auch an der Weiterentwicklung der aktuellen Power-Unit, um den Rückstand auf Mercedes aufzuholen, doch auch die Arbeiten für 2015 wurden bereits aufgenommen.

"Wir haben den neuen Motor bereits auf dem Prüfstand gehabt, einige Teile weiterentwickelt und uns mit den Mappings beschäftigt", bestätigt Motorenchef Remi Taffin. "Es läuft okay. Wir gehen in die richtige Richtung, müssen allerdings noch ein wenig abwarten, was der Schritt bringt. Es geht dabei nicht nur um einzelne Komponenten sondern um die Power-Unit und wie man sie einsetzt", erklärt er mit der neuen Saison vor der Brust.

Renault muss auf jeden Fall aufholen und darf nicht noch einmal so ein Jahr erleben wie 2014, als das Triebwerk zu Testbeginn nicht wirklich einsatzfähig war und den Kundenteams Red Bull, Toro Rosso, Lotus und Caterham enorme Schwierigkeiten gebracht hat. Der Rückstand auf Mercedes soll signifikant schmelzen, dafür muss man eventuell auch andere Wege bestreiten. So setzt beispielsweise Mercedes auf ein anderes Konzept, bei dem Turbo und Kompressor auf entgegengesetzten Seiten angebracht sind.

Auch bei Renault gibt es Überlegungen, ein ähnliches Konzept zu nutzen: "Wir sind noch am Evaluieren", sagt Taffin, meint aber auch, dass es eher wahrscheinlich ist, dass man beim bisherigen Konzept bleibt. "Aber wir untersuchen das noch. Aktuell würden wir aber bei unseren Konzept bleiben, weil es bereits auf dem Prüfstand ist", erklärt der Franzose. Doch dafür ist bereits gewiss, dass sich etwas anderes grundlegend ändern wird.

Entwicklung auf Red Bull konzentriert

Wollte man bislang alle Kundenteams gleich behandeln, so wird ab sofort ein verstärkter Fokus auf Red Bull liegen, die dann ähnlich wie Mercedes und Ferrari - und natürlich McLaren mit Honda - quasi einen Status als Werksteam hätten. "Für nächstes Jahr entwickeln wir die Power-Unit um das Red-Bull-Auto", bestätigt Taffin den Schritt und sagt, dass Toro Rosso und Caterham eben das Nachsehen haben werden: "Wir treffen ein paar Entscheidungen, mit denen unsere Kunden leben müssen."

"Es ist nicht so, dass es ein Kampf ist, aber seit wir vereinbart haben, dass wir um die Red-Bull-Architektur und das Chassis entwickeln, macht es das Leben etwas einfacher", ergänzt er. Alle möglichen Veränderungen werden vorher mit Red Bull besprochen, um die Ideen zu bewerten. Denn Taffin weiß, was der Fokus auf ein Team bedeutet: "Wenn man den Motor mit einem Weltmeisterteam wie Red Bull entwickelt, dann müssen die Veränderungen gut für die Rundenzeit sein."

Doch Renault will weiterhin Renault bleiben und sich die Kontrolle nicht von Red Bull nehmen lassen. Laut Taffin sei das Engagement vom Weltmeisterrennstall aus Milton Keynes nicht größer als zuvor. "Sie werden lediglich in ein paar Bereiche mehr eingeweiht", sagt er. "Die Struktur besteht bereits, wir müssen sie nur ein wenig effizienter machen. Es ist nicht so, dass wir eine große Veränderung machen werden."

Auch das Red Bull plötzlich die große Geldschatulle öffnen wird und Renault somit viel mehr Budget zur Verfügung stellen wird, verneint der Franzose: "Ich werde darüber nicht reden, aber es ist nicht so, dass uns plötzlich das doppelte Budget zur Verfügung steht." Einen gewissen Mehranteil kann er allerdings nicht bestreiten, auch wenn er keine konkreten Zahlen nennt: "Wir werden haben, was wir brauchen", so Taffin.

Fotoquelle: xpbimages.com

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