Dieter Zetsche interessiert sich sehr für die Vorgänge im Mercedes-Formel-1-Team

Formel 1 2014

— 29.08.2014

Zetsche schaltet sich in "Krieg der Sterne" ein

Revolutionär: Mercedes bittet User via Twitter um Input zur Schlichtung des Teamduells - Daimler-Boss Dieter Zetsche laut Niki Lauda "not amused"



Der in Spa-Francorchamps erstmals eskalierte "Krieg der Sterne" beschäftigt Mercedes auch fünf Tage danach noch intensiv. Schon heute steht in der Fabrik in Brackley ein klärendes Meeting mit Sportchef Toto Wolff, Technikdirektor Paddy Lowe und den beiden Fahrern Nico Rosberg und Lewis Hamilton auf dem Programm. Niki Lauda, Vorsitzender des Aufsichtsrats des Mercedes-Teams, wird nicht dabei sein.

Inzwischen ist die Angelegenheit Chefsache, und zwar nicht mehr nur teamintern, sondern auf Daimler-Ebene. Konzernchef Dieter Zetsche soll sich in die Angelegenheit eingeschaltet haben, berichtet die 'Bunte'. "Selbstverständlich müssen wir an ihn berichten", bestätigt Lauda, mit Zetsche über das Thema gesprochen zu haben. "Wir haben Erklärungsbedarf. Es geht ja um die Marke, um Glaubwürdigkeit."

Für den Österreicher liegt die Schuld an der Kollision in der zweiten Runde übrigens immer noch eindeutig bei Rosberg. Der habe "einen unverzeihlichen Fehler" begangen, der "für mich nicht verständlich" sei. Und weiter betont Lauda: "Das ist für Lewis und besonders für Mercedes ein Schaden ohne Ende."

Inzwischen ist das Mercedes-Team via Twitter direkt mit seinen Fans in Kontakt getreten, um deren Meinung abzufragen. Die Silberpfeile haben dabei sogar das Feld sondiert, wie unpopulär eine Stallorder wäre. Klares Votum: 92 Prozent sind dagegen und wollen die beiden Fahrer stattdessen weiterhin frei gegeneinander racen sehen.

Das sehen unsere Leser ganz ähnlich: 88,51 Prozent sind in einem von Motorsport-Total.com durchgeführten Online-Voting dafür, dass Rosberg und Hamilton frei fahren dürfen, während 11,49 Prozent klare Vorfahrtregeln empfehlen. Insgesamt wurden im Rahmen der Umfrage knapp 3.000 Stimmen abgegeben.

Die PR-Abteilung des Teams dreht die Twitter-Befragung noch weiter und bittet die 92 Prozent um Meinungen, welche Sanktionen verhängt werden sollen, falls jemand noch einmal gegen die Keine-Berührung-Regel verstoßen sollte. Während die übrigen acht Prozent ihre Vorstellungen von der konkreten Umsetzung einer Stallorder kundtun dürfen.

Einen Fahrer für ein Rennen suspendieren und dafür in Kauf nehmen, dass möglicherweise Konstrukteurspunkte verloren gehen? Oder eine Reihenfolge für Qualifying-Slots fixieren? Zwei der Vorschläge, die Mercedes selbst als Grundlage für weitere Ideen via Twitter veröffentlicht hat.

Und wer weiß, vielleicht setzen die Herren Wolff und Lowe ja am Ende tatsächlich einen Uservorschlag um...

Fotoquelle: xpbimages.com

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