Bernie Ecclestone will den Chefsessel so schnell nicht räumen

Formel 1 2014

— 01.09.2014

Ecclestone privat: Fußballwetten und Fabianas Obstdiät

Der 83-Jährige ist entschlossen, sich an der Spitze der Formel 1 zu halten und warnt mögliche Nachfolger davor, sich an der Aufgabe die Finger zu verbrennen



Insbesondere für viele jüngere Formel-1-Fans ist es unvorstellbar: eine Königsklasse ohne Bernie Ecclestone an der Spitze. Seit dem aus Sicht des Zampano glimpflichen Ausgang seines Münchener Bestechungsprozesses dürfen sie sich daran gewöhnen, dass so schnell kein Kulturschock bevorsteht. Schließlich präsentiert sich der 83-Jährige im Gespräch mit dem 'Blick' nicht nur als freier Mann, sondern auch quietschfidel: "Ich bin gesund, und nur das zählt", sagt Ecclestone.

Dabei klagt der 1,61 Meter große Brite darüber, mit 62 Kilogramm knapp über Wunschgewicht zu liegen. Seine 48 Jahre jüngere Model-Ehefrau ist für ihren Mann die Ernährungsberaterin und plädiert für mehr Obst: "Fabiana schaut täglich, dass ich mich gesund ernähre. Da ist sie sehr streng mit mir." Bei der Frage, ob er noch Sex habe, hält sich der mehrfache Großvater Ecclestone aber vornehm zurück: "Da müssen Sie meine Frau fragen! Also Kinderwünsche haben wir bestimmt keine mehr."

Nicht nur in London, auch im schweizerischen Gstaad ist Ecclestone zu Hause und renoviert dort zur Zeit sein eigenes Hotel. Ganz nebenbei spart er Steuern - nicht im Mekka der Superreichen: "Ich ziehe eben die schöneren den preisgünstigeren Orten vor", erklärt er, wieso er nicht in Monaco wohnt. Seine Franken schafft er trotzdem aus dem Haus - und zwar ins Wettbüro, zuletzt mit dem Fußball-WM-Tipp Deutschland. "Wetten ist für mich wie ein normales Business, ein nettes Spiel."

"Nett" findet Ecclestone auch FIFA-Präsident Sepp Blatter. Er lobt den Schweizer für seinen Stil und seine Durchsetzungsfähigkeit. Obwohl die beiden schon gemeinsam Abendessen waren, bezeichnet er ihn nicht als Freund. Es gab wohl zu viele, deren Interesse mehr seinem Posten galt als seiner Person: "Das ist doch das normale Leben. Vielleicht profitieren sie eines Tages, wenn ich nicht mehr da bin. Dann werden sie sich wundern, was passiert", orakelt Ecclestone.

Der Mann, der einst Gebrauchtwagen-Händler war und sich mit Geschick sowie Diplomatie an die Konferenztische von Staatschefs arbeitete, gilt im Formel-1-Zirkus als knauserig. Nach eigener Aussage legt er auf Freiheit aber mehr Wert als auf Reichtum: "Ich glaube, dass der Luxus im Leben so aussieht, dass man das machen kann, was man auch wirklich machen will." In Ecclestones Fall ist das Arbeiten. Bis er tot aus dem Paddock getragen werden müsse, sagte er einst. Dabei ist es bis heute geblieben:: "Da hat sich nichts geändert!"

Fotoquelle: xpbimages.com

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