Max Verstappen reagiert gelassen auf Kritik an seinem Formel-1-Einstieg

Formel 1 2014

— 01.09.2014

Verstappen hatte mit Kritik am Formel-1-Einstieg gerechnet

Die Kritik an seinem Einstieg in die Formel 1 kam für Max Verstappen nicht unerwartet - Einsätze als Freitagstester laut Vater Jos noch nicht beschlossen



Die vergangenen 14 Tage waren vermutlich die aufregendsten im Leben des 16-jährigen Max Verstappen. Seit vor genau zwei Wochen bekanntgegeben wurde, dass der Niederländer in der nächsten Saison als jüngster Fahrer in der Geschichte der Formel 1 Stammfahrer bei Toro Rosso wird, jagte ein Termin den anderen. Interviews, Testfahrten und PR-Veranstaltungen wie der Showrun am Sonntag in Rotterdam wechselten sich in schneller Reihenfolge ab.

"Es waren stressige Wochen. Ich bin viel gereist und war ständig unterwegs. Das Medienecho war gewaltig, ich bin sehr oft interviewt worden", gibt Verstappen auf seiner persönlichen Internetseite zu. Aus seiner Sicht war das bereits ein Vorgeschmack auf seinen zukünftigen Job. "Das gehört wohl dazu. Die Formel 1 war immer mein Traum, daher darf ich mich nicht beschweren."

Die Verpflichtung des Teenagers durch Red Bull löste ein gewaltiges Echo aus, allerdings nicht nur ein positives. Nicht wenige Experten sehen den Formel-1-Einstieg des dann 17-Jährigen nach nur einer Saison in der Formel 3 als verfrüht an. Mit solchen Reaktionen hatte Verstappen aber gerechnet. "Wenn man als jüngster Fahrer in der Geschichte der Formel 1 bekanntgegeben wird, ist Kritik zu erwarten, daher habe ich mich darauf vorbereitet", sagt er.

Ecclestone stärkt Verstappen den Rücken

"Ehrlich gesagt kümmere ich mich gar nicht darum. Jeder darf seine Meinung haben. Wir werden sehen, was im nächsten Jahr passiert", zeigt sich der Niederländer selbstbewusst. Rückendeckung bekommt Verstappen in dieser Beziehung indes von allerhöchster Stelle. "Wenn er die Fähigkeiten hat, dann soll er es probieren. Ich sehe keinen Grund für ein Alterslimit", sagt Formel-1-Boss Bernie Ecclestone im Interview mit der Schweizer Zeitung 'Blick'. "Vielleicht gebe ich ja auch ein Comeback...", scherzt der 83-Jährige, der im Jahr 1958 zwei Mal vergeblich versucht hatte, sich für einen Grand Prix zu qualifizieren.

Bei der Bewältigung der Aufgaben, die in den kommenden Monaten auf in einprasseln werden, kann sich Max Verstappen auch zukünftig auf die Unterstützung seines Vaters Jos verlassen, der ihm abseits der Rennstrecke den Rücken so weit wie möglich freihalten will. "Max weiß, was er vor der nächsten Saison zu tun hat. Unsere Strategie ist, dass er sich auf das Rennfahren konzentriert. Wir werden ihm helfen, alles abseits der Rennstrecke zu bewältigen", so Jos Verstappen.

Nach zwei sehr intensiven Wochen zwischen seiner Verpflichtung und dem gestrigen Showrun in Rotterdam wird der frühere Formel-1-Pilot wird seinen Sohn nun auch mehr aus der Öffentlichkeit zurückziehen. "Es wird nach dem City Racing in den Medien etwas ruhiger werden, damit sich Max auf seine Aufgaben konzentrieren kann. Er muss sich körperlich vorbereiten, Zeit im Simulator verbringen, auf der Rennstrecke testen, um die Superlizenz zu bekommen und so weiter."

Fragezeichen über Freitagstests

Als Erfolg wertet Verstappen Junior das erste Kennenlernen mit seinem zukünftigen Team Toro Rosso. "Während des Grand Prix in Spa-Francorchamps war ich das ganze Wochenende lang beim Team. Sie haben mich wirklich gut aufgenommen, die Leute bei Toro Rosso sind alle sehr nett", sagt Max Verstappen. "Es ist wichtig, dass das Team Vertrauen in mich als Fahrer hat. Das ist bei Toro Rosso der Fall."

Laut Vater Jos ist übrigens noch nicht ausgemacht, ob sein Filius noch in dieser Saison als Testfahrer im ersten Freien Training für Toro Rosso zum Einsatz kommen wird. "Es ist noch nicht sicher, ob er das machen wird. Diese Entscheidung überlassen wir dem Team", sagt Jos Verstappen. Bisher war davon ausgegangen, dass Max Verstappen nach dem Abschluss der Formel-3-Saison und Erteilung der Superlizenz spätestens beim Grand Prix in Austin erstmals als Freitagstester zum Einsatz kommen wird.

In dem Alter, in dem Verstappen im nächsten Jahr im Formel-1-Cockpit sitzen wird, drücken die meisten anderen Jugendlichen noch die Schulbank. Verstappen will versuchen, beides unter einen Hut zu bringen und seinen Abschluss zu machen. "Ich habe noch ein Jahr und werde über Online-Stunden unterrichtet. Die finden jeden Dienstag statt, und bis jetzt läuft es gut", sagt er. "Es ist mir wichtig, die weiterführende Schule abzuschließen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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