Rosberg übernimmt die Verantwortung für die Kollision in Spa und blickt nach vorn

Formel 1 2014

— 03.09.2014

Rosberg: "Niki hat sich bei mir entschuldigt"

Nico Rosberg nimmt einen Tag vor der Monza-Pressekonferenz noch einmal Bezug auf die Kollision mit Lewis Hamilton in Spa und die Nachwirkungen



Die Kollision der beiden Mercedes-Piloten Nico Rosberg und Lewis Hamilton in Runde zwei des Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps wird auch am Donnerstag in Monza noch einmal eines der bestimmenden Themen sein. Zur traditionellen FIA-Pressekonferenz zur Eröffnung des Rennwochenendes im Parco di Monza sind sowohl Rosberg als auch Hamilton geladen.

Bereits am vergangenen Freitag fand in der Fabrik des Mercedes-Teams in Brackley ein Krisengipfel statt, auf dem die Spa-Kollision intern geklärt wurde. Als Ergebnis übernahm Rosberg die Verantwortung für den Zwischenfall. Zudem wurden "angemessene Disziplinarmaßnahmen" beschlossen, wie es von Seiten des Teams formuliert wurde.

Mit einigen Tagen Abstand blickt Rosberg nun noch einmal auf die Vorkommnisse zurück. Zum einen bestätigt er seine bereits am Freitag via Facebook publizierten Aussagen, zum anderen geht er noch etwas tiefer ins Detail. "Ich habe die ganze Situation im Detail analysiert und bin zum Schluss gekommen, dass ich für das, was passiert ist, die Verantwortung übernehmen muss, denn es handelte sich um eine Fehleinschätzung meinerseits", so Rosberg in seiner Kolumne für 'Daily Mail'.

"Bei allen entschuldigt, bei denen ich mich entschuldigen kann"

Bezüglich der Beschädigungen - Rosberg hatte mit dem rechten Teil seines Frontflügels den linken Hinterreifen von Hamilton erwischt und aufgeschlitzt - hält der Deutsche fest: "Bei der Anfahrt zu Les Combes versuchte ich auf der Außenbahn die Führung zurückzuerobern, doch ich schätzte die Situation falsch ein. Rückblickend betrachtet lag die Kollision in meiner Verantwortung, denn ich war derjenige, der versuchte zu überholen. Somit muss ich akzeptieren, dass ich einen Fehler gemacht habe und muss mich entschuldigen."

So hat sich der WM-Spitzenreiter inzwischen "bei allen Leuten entschuldigt, bei denen ich mich entschuldigen kann, angefangen bei den Fans über das Team bis hin zu allen, die mit dem Team in Verbindung stehen. Auch bei Lewis habe ich mich entschuldigt".

Während er die Kollision und damit den Auslöser für Hamiltons Nullnummer in Spa nicht ungeschehen machen kann, stößt Rosberg die Reaktion der Fans im Anschluss an das Rennen sauer auf: "Auf dem Podium wurde ich ausgebuht. Das war kein schönes Gefühl."

Verständnis für Laudas erste Reaktion

"Ich verstehe aber, dass die Leute eine weite Anreise auf sich genommen hatten, um ein tolles Rennen zwischen Lewis und mir zu sehen. Das haben sie nicht bekommen und daher respektiere ich ihre Meinung. Ich hoffe aber, dass sie meine Entschuldigung zur rechten Zeit annehmen", so Rosberg, der mit 29 Punkten Vorsprung auf Teamkollege Hamilton zum Grand Prix von Italien nach Monza kommt.

In der Hitze des Gefechts war in Spa auch Niki Lauda, Aufsichtsratsvorsitzender des Mercedes-Teams, hart mit Rosberg ins Gericht gegangen. Der dreimalige Formel-1-Weltmeister sprach unmittelbar nach dem Rennen davon, dass es "inakzeptabel für das Mercedes-Team" sei, "dass Nico in der zweiten Runde Lewis hineinfährt. Das geht nicht." Einige Tage später revidierte Lauda seine Meinung und sprach von einem "normalen Rennunfall".

"Niki hat sich für das, was er gesagt hat, entschuldigt", spricht Rosberg auf Laudas erste Reaktion am Rennsonntag an und zeigt Verständnis: "In der Hitze des Gefechts sagt man oft Dinge, die man später bereut. Das geht uns allen so." Die Stimmung auf dem Krisengipfel in Brackley fünf Tage nach dem Rennen bezeichnet Rosberg als "äußerst intensiv, doch das Ergebnis war ein positives." Nämlich, dass "ein Schlussstrich unter die Vorkommnisse in Belgien gezogen wurde und wir uns jetzt wieder auf das Rennfahren konzentrieren können".

Fotoquelle: xpbimages.com

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