Kamui Kobayashi darf ab Freitagnachmittag wieder für Caterham ran

Formel 1 2014

— 04.09.2014

Caterham: Lotterer raus - Merhi rein - Kobayashi zurück

Erneute Personalrochade bei Caterham: Kamui Kobayashi kehrt im Monza zurück, doch am Freitagmorgen gibt Roberto Merhi sein Formel-1-Debüt



Erst knapp 25 Stunden vor dem Beginn des ersten Freien Trainings zum Großen Preis von Italien in Monza hat Caterham bekanntgegeben, wer beim 13. Saisonlauf der Formel-1-Weltmeisterschaft 2014 für das Team fahren wird. Neben dem unumstrittenen Marcus Ericsson kehrt Kamui Kobayashi überraschend wieder zum Team zurück, allerdings wird der Japaner erst im zweiten Freien Training ins Auto steigen. Am Freitagvormittag gibt der Spanier Roberto Merhi sein Formel-1-Debüt.

Ursprünglich hätte der Spanier, der zwei Jahre lang für Mercedes in der DTM gefahren war, das gesamte Rennwochenende bestreiten sollen, allerdings scheiterte dieser Plan am Automobil-Weltverband FIA. Dieser erteilte Merhi die Superlizenz nur unter Auflagen und erlaubte ihm nur eine Einsatz im Freien Training, bei dem der 23-Jährige, der bisher noch nie ein Formel-1-Auto gefahren ist, seine Tauglichkeit unter Beweis stellen soll.

Daraufhin sollte Andre Lotterer reaktiviert werden, der in Spa-Francorchamps erstmals für Caterham gefahren war. Allerdings war der Deutsche nicht bereit, sein Auto am Freitagmorgen an Merhi abzugeben. "Als mich Colin Kolles am Dienstag angerufen hat und mir sagte, dass Merhi an meiner Stelle im ersten Training fahren wird, habe ich meine Meinung geändert und ihm gesagt, dass ich nicht fahren werde", sagt Lotterer. "Ich bin Neuling in der Formel 1 und muss fahren."

Erste Formel-1-Einsatz für Merhi

So kam letztlich doch wieder Kobayashi zum Zug. "Ich arbeite für Caterham und respektiere die Entscheidungen des Teams", sagt der Japaner. "Jetzt kehre ich wieder ins Auto zurück und freue mich drauf. Wir haben als Team hart daran gearbeitet, die Performance des Autos zu verbessern. Seit ich vor der Sommerpause in Ungarn zum bisher letzten Mal gefahren bin, sind einige Updates ans Auto gekommen. Daher bin ich gespannt, wie sie sich auf einer Strecke wie Monza anfühlen."

Doch am Freitag werden sich zunächst einmal viele Augen auf Merhi richten, der seinen ersten Runden in der Formel 1 entgegenfiebert. "Ich freue mich, dass ich zum ersten Mal an einem Freien Training der Formel 1 teilnehmen darf und möchte mich bei Caterham für diese Gelegenheit bedanken", so der Spanier, der 2011 den Titel in der Formel-3-Euroserie gewonnen hatte und aktuell in der Formel Renault 3.5 den zweiten Gesamtrang belegt.

"Ich habe in den vergangenen Wochen eng mit dem Team zusammengearbeitet und fühle mich gut vorbereitet", sagt Merhi. "Dieser Freitag wird für mich ein ganz besonderer Tag sein, den ich nie vergessen werde. Monza ist eine meiner Lieblingsstrecken. Bei meinem ersten Rennen in dieser Saison bin ich dort in der Formel Renault 3.5 auf das Podium gefahren, daher habe ich gute Erinnerungen an dieser Strecke."

Sportlich trübe Aussichten

Sollte Merhi - wovon auszugehen ist - nach seinem Freitagseinsatz die uneingeschränkte Superlizenz erhalten, wird er in Singapur voraussichtlich am gesamten Wochenende für Caterham fahren. Doch bereits jetzt hat das Rennjahr 2014, für das die Aussichten nach seinem DTM-Aus zunächst alles andere als rosig waren, für ihn fast schon märchenhafte Züge angenommen. "Was ist das für ein Jahr: An Weihnachten wusste ich noch nicht einmal, ob ich mit dem Rennfahren überhaupt weitermachen kann, und jetzt werde ich ein Formel-1-Auto fahren!", staunt Merhi.

Einzige Konstante bei Caterham ist an diesem Wochenende Ericsson. "Ich bin schon immer gerne auf einer solch legendären Rennstrecke wie Monza gefahren, wo ich eins meiner 13 Podiumsresultate in der GP2 erzielt habe", so der Schwede. "Nun zum ersten Mal mit einem Formel-1-Auto dort zu fahren, wird noch spezieller sein."

Zum Sportlichen: Caterham muss weiterhin alles daran setzten, die rote Laterne in der Konstrukteurswertung abzugeben. Allerdings stehen dich Chancen darauf an diesem Wochenende nicht gerade gut. Denn zumindest für den Rennsonntag sind durchweg trockenen Bedingungen vorhergesagt, sodass Caterham schon auf Chaos durch Unfälle hoffen müsste, um in die Nähe der Punkteränge zu kommen. Aus eigener Kraft wird dies nicht möglich sein.

Fotoquelle: xpbimages.com

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