Bleibt Romain Grosjean dem Team von Gerard Lopez treu?

Formel 1 2014

— 04.09.2014

Grosjean spekuliert: Alonso als König im Transferschach

Romain Grosjean will sich noch nicht für die Saison 2015 festlegen und wartet auf eine Entscheidung von Fernando Alonso - Monza das schwerste Rennen für Lotus?



Pastor Maldonado hat seinen Platz bei Lotus bereits sicher, doch Romain Grosjean ist aktuell noch nicht gebunden für die kommende Saison. Der Franzose sondiert derzeit die Lage auf dem Fahrermarkt aus und spekuliert mit einem Wechsel. Doch große Möglichkeiten sind aktuell nicht offen, wie er vor dem Großen Preis von Italien zugibt: "Man kann immer Spekulationen anstellen, aber soweit ich weiß, haben alle anderen Fahrer in den großen Teams einen Vertrag", sagt er.

Laut ihm komme es vor allem auf einen Fahrer an: Fernando Alonso. "Er ist der Schlüssel zum Markt", sagt Grosjean und will abwarten, was der Spanier für die kommende Saison plant. Zwar betonte er bereits am Dienstag, dass er bei der Scuderia bleiben werde, doch Grosjean traut dem Braten noch nicht so ganz. Sollte Alonso doch noch wechseln - zum Beispiel zu McLaren - würde sich bei Ferrari eine unerwartete Tür öffnen. Gespräche mit den Roten will Grosjean auch gar nicht verneinen: "Es gibt immer Gespräche, aber dafür sind Manager da", sagt er.

Doch da gibt es ja noch einen Interessenskonflikt: Grosjean wird aktuell von Gravity Sport Management gemanagt, die zur Genii-Gruppe gehören, denen auch das Formel-1-Team von Lotus gehört. Einen Hinderungsgrund für einen Wechsel sieht der Franzose dabei allerdings nicht: "Es ist klar, dass ich andere Optionen wahrnehmen kann, wenn ich will", betont er. "Die Stärke von Genii ist es, dass sie ein paar Unternehmen haben, die Interessen aber nicht untereinander vereinen."

"Ich gehöre zu Gravity und Lotus, und sie sind beide Teil eines großen Unternehmens, aber ich denke, sie wären auch glücklich, wenn ich Weltmeister werden würde. Das ist gut für das Image von Gravity", erklärt der Lotus-Pilot. Doch für einen Wechsel ist es immer gut, wenn man auch sportliche Argumente auf seiner Seite hat. Bei Lotus erlebt der 28-Jährige derzeit ein schwieriges Jahr, in dem er nur zweimal in die Punkte fahren konnte.

Dafür ist er in einer anderen Kategorie Spitzenreiter: Mit sechs Ausfällen hat er bislang die schlechteste Zuverlässigkeitsquote. "Das ist keine gute Bilanz", seufzt er und blickt auf zuletzt drei Ausfälle in Folge zurück. "Wir hoffen, dass sich die Dinge verbessern und wir keine weiteren Probleme haben werden", sagt Grosjean und sieht dadurch wenigstens etwas Positives: Antriebskomponenten, von denen man im Jahr nur fünf einsetzen darf, wurden geschont.

"Ich denke, bislang liegen wir im Zielbereich. Sicherlich werden wir am Ende ein wenig mit einigen Komponenten jonglieren müssen, aber wir hatten auch viele Rennen, bei denen wir nicht viele Kilometer fahren konnten. Das ist am Ende nicht das Schlechteste", nimmt er es locker. Und auch mit einer möglichen Strafversetzung könnte er durchaus leben: "Am Ende wird es nicht viel ändern", zuckt er ob seines langsamen Boliden mit den Schultern.

Am gelegensten würde ihm eine Strafe sogar hier in Monza kommen, denn hier erwartet der ehemalige GP2-Meister ein schwieriges Rennen - noch schwieriger als der Rest der Saison: "Wir werden unser Bestes geben, aber Topspeed war bislang nicht die große Stärke des E22 - und langsame Kurven auch nicht. Hier haben wir das Schlechteste von allem für uns, und vom Papier her wird es kein einfaches Wochenende", sagt er. Daran könnten auch das spezielle Aeropaket und das Motorenupgrade nicht viel ändern.

Fotoquelle: xpbimages.com

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