Niki Lauda wird alle Hände voll zu tun haben, um seine Jungs einzunorden

Formel 1 2014

— 05.09.2014

Lauda rechnet mit Eskalation im "Krieg der Sterne"

Der Mercedes-Verantwortliche erkennt, dass sich das Duell zwischen Rosberg und Hamilton langsam hochschaukelt - Charakterunterschiede wirken verschärfend



Während in Europa der Sommer ausklingt, wird das Mercedes-interne Duell um den WM-Titel immer heißer. Der vorläufige Höhepunkt der Fehde zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton - der Flügelsalat von Les Combs in Spa-Francorchamps - hatte allerdings noch nicht die Brisanz historischer Schlachten mit gleichen Farben. Das muss nicht so bleiben, befürchtet der Niki Lauda. Der Aufsichtsratsvorsitzende des Formel-1-Teams rechnet mit einer Eskalation im "Krieg der Sterne."

Der Österreicher, der selbst in legendäre WM-Fights der Historie verwickelt war, sieht die Emotionen hochkochen. "Man wird als Fahrer härter, weil man dem anderen beweisen will, dass man nicht immer nachgibt", erklärt Lauda im Gespräch mit der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung'. Muss Hamilton kontern, weil er in Belgien Gelackmeierter war? "Wenn der andere dir fünfmal auf eine brutale Art zeigt, dass du keine Chance hast, dann staut sich genug Frust auf, der zu einem Gegenangriff führen kann", so Lauda.

Der Brite steht vor dem Italien-Grand-Prix in Monza am Wochenende mehr denn je unter Druck und will sich für den Verlust entschädigen. Deshalb wittert sein Boss die Eskalation - und damit den nächsten Sargnagel für die Freundschaft, die Rosberg und Hamilton von Kindesbeinen an pflegen, aber mittlerweile auf Eis gelegt haben. Lauda vergleicht die Sache mit seinem Teamduell gegen Alain Prost 1984: "Eine normale Konkurrenzsituation. Wir kannten uns vorher nicht. Wir sind auch nicht miteinander Bier trinken gegangen."

Während er und der "Professor" jeweils als akribische Arbeiter und kritische Antreiber des Teams galten, scheinen die heutigen Mercedes-Stars aus ganz unterschiedlichem Holz geschnitzt: "Lewis ist ein kommunikatives Alphatier. Nico ist das Gegenteil. Damit krachen die zwei noch einmal aufeinander", glaubt Lauda.

Fotoquelle: PacePix.com

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