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Formel 1 2014

— 05.09.2014

Mercedes: Rosberg fühlt sich nicht wohl, Hamilton "klaut"

Trotz Bestzeit gibt es bei Mercedes nach dem Training von Monza noch viel zu tun - Lewis Hamilton braucht die Hilfe von Nico Rosberg



Das mit Spannung erwartete Duell der Silberpfeile geht in Monza in die nächste Runde, doch wer bereits heute eine Fortsetzung des teaminternen Kampfes erwartet hatte, der sah sich getäuscht. Bei Nico Rosberg und Lewis Hamilton sah es heute wie ein gewöhnlicher Freitag aus. Reibungspunkte? Fehlanzeige! Stattdessen besann man sich heute darauf, das zu tun, was man am besten kann: der Konkurrenz wegfahren.

Und so standen am Ende wieder die Plätze eins und zwei für Hamilton und Rosberg auf dem Zeitenmonitor, doch mit Kimi Räikkönen (Ferrari) lag der schärfste Verfolger nur 0,144 Sekunden zurück. Doch Rosberg glaubt, dass bei ihm noch eine Menge Luft ist: "Ich fühlte mich im Auto nicht zu 100 Prozent wohl, somit bin ich heute nicht ganz zufrieden", sagt der Wiesbadener. "Ich muss heute Nacht mit den Jungs eine Menge Arbeit erledigen."

Dann steht der nächsten Silbershow eigentlich nichts mehr im Weg, wenn man sich die weiteren Aussagen anschaut: "Es scheint, als ob wir auf einer Runde schnell sind. Bei den Longruns waren die anderen ebenfalls sehr schnell", so Rosberg, der sich auf das weitere Wochenende freut: "Es ist toll, auf solch eine traditionelle Strecke wie Monza mit all ihrer Geschichte zurückzukehren. Es ist etwas ganz Besonderes für mich, hier mit diesem schnellen Silberpfeil zu fahren. Die Fans sind wie immer sehr enthusiastisch und sehr freundlich zu uns."

Hamilton will von Rosberg lernen

Teamkollege Hamilton hatte weniger Freude heute: Zwar knallte der Brite im ersten Training die schnellste Zeit des Tages hin, dafür verpasste er durch Elektronikprobleme einen Großteil der zweiten Session. Das heißt: Jetzt muss ihm ausgerechnet Teamkollege Rosberg dabei helfen, ein ordentliches Setup zu entwickeln. "Ich werde versuchen zu verstehen, was Nico in seiner Session gelernt hat, und ich versuche, das durch Daten zu lernen", erklärt Hamilton im Anschluss an das Freitagstraining.

"Wir haben einen ziemlich ähnlichen Fahrstil. Es gibt ein paar Unterschiede, aber generell sind die Überschneidungen ziemlich ähnlich", verweist er darauf, dass Rosbergs Daten auch ihm nützlich sein werden. Der Streit aus Belgien sei dabei aber überhaupt kein Thema: "Das Team arbeitet generell zusammen. Wenn sich ein Auto nach vorne bewegt, dann bewegt sich das ganze Team mit."

Doch ansonsten fühlt sich der Ex-Weltmeister bislang in Monza ziemlich wohl: "Obwohl ich nicht viele Runden drehen konnte, fühlt sich das Auto großartig an. Hoffentlich kann ich morgen die komplette Session absolvieren und einige Runden zurücklegen. Es ist sehr schwierig, in Monza zu überholen. Deshalb ist es wichtig, sich weit vorne zu qualifizieren. Es wäre toll, wenn wir morgen Nachmittag ein problemfreies Qualifying hätten."

Viel Arbeit über Nacht

Auch Motorsportchef Toto Wolff bilanziert: "Das war ein gemischter Tag für uns. Nico erlebte ein problemfreies Training und konnte das geplante Programm absolvieren. Bei Lewis verloren wir wegen eines elektrischen Problems sehr viel Zeit. Wir müssen den Grund herausfinden und das heute Abend in den Griff bekommen. Sicherlich ist das nicht optimal, aber Lewis hat sich schnell davon erholt und ist ein paar starke Runden gefahren. Wir müssen heute Nacht hart arbeiten, um sicherzustellen, dass wir unsere Performance voll ausschöpfen können - und dass unsere Zuverlässigkeit kugelsicher ist."

Technik-Geschäftsführer Paddy Lowe ergänzt: "Nico fuhr in den heutigen beiden Trainings ein normales Programm. Dabei erkundete er die unterschiedlichen Reifenmischungen und das einzigartige Setup, das wir hier in Monza benutzen. Wie immer ist es hier eine Herausforderung, zum einen die Reifen in den richtigen Zustand zu bringen und zum anderen drei starke Sektorenzeiten zu erzielen."

"Lewis hatte heute einige Unterbrechungen. Wir hatten ein elektrisches Problem, als wir seinen Motor im ersten Training anließen. Das hat uns etwas Streckenzeit gekostet. Wir haben ein paar Änderungen vorgenommen, damit er normal fahren konnte. Leider tauchte das Problem zu Beginn des zweiten Trainings stärker auf. Dadurch verlor er rund 45 Minuten Zeit auf der Strecke, weil wir zusätzliche Komponenten tauschten, um das Problem zu beheben. Obwohl das nicht sein Motor für das Rennen war, arbeiten wir heute Nacht hart daran, um den genauen Grund herauszufinden und ihn auszusortieren."

"Auf der Strecke machte Lewis das Beste aus seiner eingeschränkten Fahrtzeit. So bekam er ein Gefühl für das Auto auf beiden Reifen-Typen und mit viel Benzin an Bord. Mit Blick auf unsere Performance ist das nie eine angenehme Situation. Wir arbeiten hart daran, weitere Optimierungen für das Qualifying und das Rennen vorzunehmen", so Lowe abschließend.

Fotoquelle: xpbimages.com

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