Daniil Kwjat setzt in Monza einen sechsten Motor ein und wird bestraft

Formel 1 2014

— 05.09.2014

Zehn Plätze zurück: Kwjat erstes Opfer der Antriebsregulierung

Daniil Kwjat wird in Monza seinen sechsten Verbrennungsmotor einsetzen und als erster Fahrer zurückversetzt - Auch bei Red Bull wird es langsam eng



Lange Zeit fürchteten sich alle Piloten vor dem Einsatz einer sechsten Antriebskomponente, nun hat es das erste Opfer erwischt: Toro-Rosso-Pilot Daniil Kwjat muss seinen sechsten Verbrennungsmotor einsetzen und wird daher nach dem Qualifying um zehn Plätze weiter nach hinten versetzt, was seine Chancen auf ein gutes Resultat beim Großen Preis von Italien deutlich verringert.

"Es gibt kein Argument mehr, es nicht zu tun", bestätigt der junge Russe nach dem Freien Training gegenüber russischen Medien. "Wir werden einen neuen ICE (Internal Combustion Engine; Anm. d. Red.) einbauen - die Komponente, mit der wir bislang die größten Probleme gehabt haben." Doch Kwjat ist nicht der einzige Pilot, dem vorzeitig Ungemach droht. Auch bei Red Bull wird es langsam eng: "Für uns wird es unausweichlich sein, dass wir irgendwann in dieser Saison einen sechsten Motor einsetzen werden", erklärt Teamchef Christian Horner.

"Wir wissen noch nicht genau wann, aber innerhalb der nächsten vier Rennen müssen wir uns wohl mit dieser Frage auseinandersetzen. Sebastians (Vettel) Situation ist ein wenig schlechter als die von Daniel (Ricciardo; Anm. d. Red.), weil er in mehr Rennen Probleme mit der Power-Unit hatte", so Horner. In Monza sei laut Renaults Einsatzleiter Remi Taffin bei Vettel der Motor im Einsatz, den man am Freitag in Spa austauschen musste.

Wann der Heppenheimer mit einer Strafversetzung rechnen muss, weiß der Franzose aber auch nicht - beziehungsweise will er es nicht wissen: "Es könnte taktisch gemacht werden, aber dann hätten wir es an diesem Wochenende getan", spielt er auf die Möglichkeit an, den Motor schon in Monza auszutauschen - einem Rennen, das Red Bull und Renault maßgeblich nicht entgegenkommt. "In kompletter Fairness muss ich sagen, dass wir diese Diskussion bei jedem einzelnen Rennen haben", erzählt er weiter.

Doch bislang entschied man sich gegen einen strategischen Tausch: "Wenn man keinen Grund hat, es zu tun, dann wartet man, bis man es machen muss. Denn alles kann passieren", sagt er. Dass ein sechster Motor für Vettel irgendwann kommen muss, auch wenn kein weiterer kaputtgeht, daran hat Taffin keinen Zweifel: "Irgendwann müssen wir den sechsten Motor rein aufgrund der Laufzeit einführen. Wenn wir es nicht tun, haben wir bestimmt drei Ausfälle."

Seit der Einführung der neuen Turbomotoren dürfen von gewissen Modulen nicht mehr als fünf Stück pro Saison eingesetzt werden. Diese teilen sich in: Verbrennungsmotor, Motorgenerator Kinetik (MGU-K), Motorgenerator Wärme (MGU-H), Energiespeicher, Turbolader und Steuerungselektronik. Wird von einem Modul ein sechstes eingesetzt, hagelt es zehn Plätze Strafversetzung, bei jedem weiteren sechsten Teil fünf. Daniil Kwjat ist nun der erste Pilot, dem diese Ehre zuteil wird.

Fotoquelle: xpbimages.com

Weitere Formel 1 Themen

News

Rosberg-Rücktritt & Co.: Der Freitag in der Chronologie

News

Formel-1-Titel, die nicht verteidigt wurden

News

Formel-1-Live-Ticker: Droht Hamilton eine Suspendierung?

News

Wonneproppen bis Weltmeister: Nico Rosberg

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.