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Formel 1 2014

— 05.09.2014

Keine Entwicklung: Lotus gibt "das schlechteste Auto" auf

Lotus wird sich voll auf die Entwicklung des neuen Boliden konzentrieren, während Grosjean über den E22 ätzt: "Das schlechteste Auto, das ich je gesehen habe!"



Acht Punkte hat Romain Grosjean in dieser Saison bislang nur einfahren können, doch die Chancen, dass es noch mehr werden, stehen nicht gut. Denn der Franzose bestätigt, dass Lotus den E22 nicht mehr weiterentwickeln wird: "Wir arbeiten am nächstjährigen Auto. Es gibt keine weitere Entwicklung für das aktuelle Auto", sagt er im Rahmen des Italien-Grand-Prix.

Für den Franzosen bedeutet das, dass er sich auch den Rest der Saison wohl weiter mit Marussia und Sauber wird herumschlagen müssen. Auf die Frage, ob er glaubt, in diesem Jahr noch aus eigener Kraft Punkte holen zu können, gibt Grosjean ein klares Statement: "Nein." Seiner Ansicht nach gehe es morgen im Qualifying nur darum, den Sprung in Q2 zu schaffen: "Wir werden wohl knapp auf der Kippe sein", sagt er. "Wir werden vielleicht morgen ein wenig Performance finden, aber es wird eng werden.

Der E22 wird damit als einer der größten Flops in die Geschichte des Teams eingehen. Mit neuen Ideen - wie der Doppelnase - war Lotus in die Saison gegangen und hatte auf eine Fortsetzung der siegreichen Jahre gehofft, doch schon bei den Wintertests war klar, dass mit dem Boliden nur wenig zu gewinnen ist. Während Pastor Maldonado noch auf seinen ersten Punkt wartet, kam Grosjean wenigstens zweimal in die Punkte, hat für seinen Boliden aber ein vernichtendes Urteil übrig.

"Ohne jeden Zweifel ist der Lotus (in Monza; Anm. d. Red.) das schlechteste Rennauto, das ich jemals in meinem Leben gesehen habe", poltert er, nachdem er im Freien Training große Probleme hatte, das Auto auf der Straße zu halten. Für ihn ist es kein Wunder, dass selbst der Marussia zeitweise mithalten kann: "Sie sind ziemlich gut bei niedrigen Geschwindigkeiten, sie waren ziemlich gut in Monaco, und sie haben den Ferrari-Motor, der gute Fortschritte gemacht hat", lobt er die Konkurrenz.

Mit seinem Auto wird der Franzose in diesem Leben jedoch nicht mehr warm: "Wir haben einige Probleme mit der aerodynamischen Konstanz des Autos. Das ist ein Problem, das wir seit Tag eins hatten und das wir mit Sicherheit nicht mehr 100 Prozent lösen werden in diesem Jahr. Zumindest haben wir jetzt die Mittel, die Probleme zu erkennen. Von da an kann es nur noch besser werden - zumindest können wir versuchen, Teile zu bauen, die es in Zukunft weniger anfällig machen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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